Schuldbekenntnis: Boeing-Mann versteckt mit UBS Millionen
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SchuldbekenntnisBoeing-Mann versteckt mit UBS Millionen

Ein weiterer US-Kunde der Grossbank UBS hat ein Schuldbekenntnis wegen nicht deklarierter Vermögenswerte abgelegt. Es handelt sich um einen ehemaligen Verkaufsmanager des US-Flugzeugbauers Boeing, der gegen zwei Millionen Dollar vor dem US-Fiskus versteckte.

Der UBS-Kunde bekannte sich vor einer Richterin in Seattle schuldig. Das Urteil soll am kommenden 8. Januar veröffentlicht werden. Dem Steuerflüchtling drohen eine maximale Freiheitsstrafe von drei Jahren sowie eine Busse von bis zu 250 000 Dollar. Zudem erklärte sich der Beschuldigte bereit, eine zivile Busse in der Höhe von 50 Prozent des höchsten Betrags auf seinen Schweizer Konten zu zahlen.

Unterstützung von Angeklagten Schweizern

Bei der Einrichtung einer Scheingesellschaft in Hongkong wurde der UBS-Kunde laut der Mitteilung von jenen beiden Schweizern beraten, gegen die die US-Justiz im vergangenen August Anklage wegen Beihilfe zum Steuerbetrug erhoben hat. Es handelt sich um einen Zürcher Rechtsanwalt und um einen ehemaligen UBS-Banker, der bei der Neuen Zürcher Bank das Private Banking leitete und der nach dem Bekanntwerden der US-Anklage umgehend entlassen wurde.

Der jüngste Fall ist das sechste Schuldbekenntnis eines UBS-Kunden vor einem US-Gericht, seit die Schweizer Grossbank am vergangenen 18. Februar auf Verfügung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht Finma 255 Kundendossiers an die US-Justiz ausgehändigt hatte. Die US-Justiz und die Steuerbehörde IRS erhöhen mit der Bekanntgabe der Fälle den Druck auf andere Steuersünder, von dem noch bis Mitte Oktober laufenden Amnestieangebot für Selbstanzeigen Gebrauch zu machen. (dapd)

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