Aktualisiert 20.10.2006 07:21

Börsen-Chef Grasso muss Gehalt zurückzahlen

Der ehemalige Chef der New Yorker Börse, Richard Grasso, soll 100 Mio. Dollar und damit einen Grossteil seiner exorbitanten Bezüge zurückzahlen.

Grasso habe seine treuhänderischen Verpflichtungen nicht erfüllt, als er die Bezüge annahm, ohne ihre Höhe dem Verwaltungsrat der Börse mitzuteilen, heisst es im vorläufigen Urteil des Obersten Gerichtes des US-Bundessstaates New York.

Grasso war im Herbst 2003 zurückgetreten, nachdem bekannt geworden war, dass er insgesamt rund 187 Mio. Dollar an Bezügen erhalten hatte, darunter mehr als 100 Mio. Dollar Pensionszahlungen. Die Affäre hatte dem Image der Börse und des Verwaltungsrates stark geschadet.

Nach Angaben des New Yorker Justizministeriums ordnete das Gericht die Rückzahlung von 80 Mio. Dollar an Pensionszahlungen und von «zusätzlichen Bezügen» in Höhe von rund 20 Mio. Dollar an. Grasso kann Berufung einlegen.

Der 60-jährige Grasso hat die Höhe seiner Bezüge stets verteidigt und klagte sogar gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber auf zusätzliche 50 Mio. Dollar. Diese Klage wies das Oberste Gericht am Donnerstag zurück.

(sda)

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