«Schwarze Woche»: Börsen verlieren bis 27 Prozent
Aktualisiert

«Schwarze Woche»Börsen verlieren bis 27 Prozent

An den internationalen Börsen kehrt keine Ruhe ein: Trotz Hilfspaketen und Leitzinssenkungen ging der Steilflug in der vergangenen Woche weiter. Die wichtigsten Indizes büssten im Wochenverlauf zwischen 16 und 27 Prozent ein.

In Japan bescherte eine panikartige Flucht ausländischer Anleger am Freitag den grössten prozentualen Tagesverlust seit dem Crash am «Schwarzen Montag» im Oktober 1987.

Der vor allem aus Titeln der Elektronikbranche zusammengesetzte Nikkei sank um 9,62 Prozent und schloss auf dem tiefsten Stand seit fast fünfeinhalb Jahren.

Im Wochenverlauf sackte der Nikkei um rund 27 Prozent ab. Der Hongkonger Hang-Seng gab in der gleichen Zeit mehr als 16 Prozent nach.

In Europa konnten weder der fallende Ölpreise noch die am Mittwoch von mehreren Notenbanken gleichzeitig gesenkten Leitzinsen die Aktienmärkte beruhigen.

Der Deutsche Aktienindex DAX verlor im Wochenverlauf 22 Prozent. Der FTSE 100 gab in etwas geringerem Ausmass nach: Der Index der Londoner Börse verlor 17,66 Prozent.

Die US-Börsen brachen auf Wochensicht um fast 20 Prozent ein. Der Dow Jones hat in den vergangenen sieben Tagen immer tiefrot geschlossen, der Abwärtstrend verstärkte sich zum Wochenende hin.

Erstmals seit fünf Jahren fiel der Index unter die 9000er-Marke und erreichte am späten Freitagnachmittag 8492,93 Punkte. Vor etwa einem Jahr hatte der Dow Jones sein Allzeithoch bei 14 198 Punkten.

(sda)

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