Gegen Weatherford: Börsenaufsicht verhängt 200'000-Franken-Busse

Aktualisiert

Gegen WeatherfordBörsenaufsicht verhängt 200'000-Franken-Busse

Das Erdölunternehmen Weatherford muss blechen: Die Börsenaufsicht SIX Exchange Regulation hat gegen die Firma eine Busse über 200'000 Franken verhängt.

Die Börsenaufsicht SIX Exchange Regulation hat den an der Schweizer Börse kotierten Ölförderdienstleister Weatherford mit 200'000 Franken gebüsst. Das Erdölunternehmen mit Sitz in Zug hatte unter anderem Transaktionen des eigenen Managements zu spät offengelegt.

Weatherford verstiess darüber hinaus gegen zwei weitere Bestimmungen, wie die SIX Exchange Regulation am Freitag mitteilte. So habe die Gesellschaft bei einer geplanten Kapitalerhöhung weder den Antrag noch den schliesslich abschlägigen Beschluss der Generalversammlung rechtzeitig kommuniziert.

Darüber hinaus versäumte es das Erdölunternehmen, das im Jahr 2011 einen Umsatz von 12,9 Mrd. Dollar erwirtschaftete, bei der Börsenaufsicht ein Kotierungsgesuch für eine im Mai 2012 erfolgte Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital zu stellen.

Regelverletzungen waren fahrlässig

Die Börsenaufsicht stufte die Regelverletzungen durch Weatherford als Fahrlässigkeit ein. Für solche Vergehen kann eine Busse bis 1 Million Franken verhängt werden. Beurteilt die SIX Exchange Regulation einen Verstoss gegen die Börsenregeln als vorsätzlich, kann das Bussgeld bis 10 Millionen Franken betragen.

In der Gesamtbeurteilung qualifizierte die Börsenaufsicht die Verstösse von Weatherford als «mittelschwer» und verhängte eine Busse von 200'000 Franken. Das Erdölserviceunternehmen habe die Busse akzeptiert, teilte die SIX Exchange Regulation weiter mit. (sda)

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