13.06.2014 17:47

Entführte FrauenBoko Haram verlangen Kühe als Lösegeld

Die Boko Haram-Terroristen kidnappten erneut 22 junge Frauen. Im Austausch fordern sie ein ungewöhnliches Lösegeld.

von
cfr

Rund 200 Mädchen werden noch vermisst, jetzt sollen Boko Haram-Kämpfer diese Woche weitere 22 Frauen in Nigeria entführt haben. Die Tat ereignete sich im Norden Nigerias, erneut nahe Chibok im Bundesstaat Borno. Jetzt sollen die Entführer Lösegeldforderungen an die lokalen Fulani-Hirten gestellt haben - in Höhe von 40 Kuhherden. Im Austausch gegen die Kühe sollen die 22 entführten Frauen freigelassen werden, berichtet die amerikanische Online-Zeitung «Elite Daily».

Der Vorsitzende der Bürgerwehr im Bundesstaat Borno, Abba Aji Khalil, bestätigte die Forderung. Er sagte jedoch, es sei nicht sicher, ob die Fulani den Forderungen nachkommen würden. Es gäbe schliesslich keine Garantie, dass die Boko Haram-Rebellen ihr Wort halten würden, wenn sie das Vieh erhalten hätten.

30 bis 40 Kühe für Freilassung

Ein lokaler Vertreter der Miyetti Allah Cattle Breeders Association of Nigeria (MACBAN) sagte laut der britischen Zeitung «DailyMail»: «Es ist nicht das erste Mal, dass Frauen gekidnappt werden und gegen Lösegeld in Form von Vieh zurückgegeben werden».

Viele lokale Bewohner hätten jedoch Angst, diese Entführungen bei der Polizei anzuzeigen, weil sie Vergeltungsschläge durch die islamistischen Militanten fürchten. «Die gehen von Tür zu Tür und suchen sich junge Frauen aus. Diese nehmen sie in ihren Autos mit und verlangen zwischen 30 und 40 Kühe für deren Freilassung», erklärt er. Die Einheimischen würden das Lösegeld immer zahlen, aber dies nicht den Behörden melden, ergänzt er.

Von den über 200 Schülerinnen, die im April entführt wurden, fehlt weiter jede Spur.

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