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Bäcker-StreikBolivianische Soldaten müssen Brötchen backen

Weil die Bäcker streiken, wurden Soldaten verschiedener Städte Boliviens in die Backstube abkommandiert. Währenddessen streiten sich Bäcker und Regierung über Mehlpreise.

Soldaten in der Backstube: Wegen eines Streiks der Bäcker liegt es nun am Militär Brot zu backen.

Soldaten in der Backstube: Wegen eines Streiks der Bäcker liegt es nun am Militär Brot zu backen.

Aus Kasernen werden Bäckereien: Wegen eines Streiks der bolivianischen Bäcker sind Soldaten von der Regierung notgedrungen zum Brotbacken verdonnert worden. Streitkräfte in La Paz, El Alto und anderen Städten des südamerikanischen Landes legten am Dienstag die Schürzen an, nachdem Verteidigungsminister Reymi Fereira die Situation zum Notstand erklärt hatte.

Die Bäcker streiken, weil Subventionen für importiertes Mehl aufgehoben wurden. Diese Zuschüsse hatten die Kosten für einen Sack Mehl nahezu halbiert. Laut Regierungsangaben gibt es einen Überfluss an günstigem Mehl aus Argentinien, weshalb die Gelder eingespart werden könnten.

Import günstiger als eigenes Mehl

Die Streiks hatten daraufhin am Montag in Bäckereien in La Paz begonnen. Am Dienstag weiteten sie sich auf den gesamten Staat aus.

Bolivien hat die eigene Weizenproduktion in den vergangenen Jahren gesteigert. Doch nach wie vor ist der Import von Mehl günstiger.

Präsident Evo Morales hatte Ende 2010 kurzzeitig die Subventionen für Benzin gestoppt. Das hatte massive Proteste in Bolivien ausgelöst - Morales zog seinen Schritt daraufhin notgedrungen wieder zurück.

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