Aktualisiert 09.12.2007 16:49

Bolivien gibt sich neue Verfassung

Das bolivianische Parlament hat eine neue Verfassung beschlossen, die unbegrenzte Amtszeiten des Präsidenten ermöglichen würde.

Ferner sollen die Ureinwohner, die gut 60 Prozent der Bevölkerung ausmachen, mehr Autonomie und grössere Kontrolle über das Land ihrer Vorfahren erhalten. Die Opposition gegen den linksgerichteten Präsidenten Evo Morales blockierte am Sonntag die Abstimmung. Die Vorlage muss nun in einer Volksabstimmung gebilligt werden, die vermutlich im September kommenden Jahres stattfinden wird.

Die Möglichkeit zur unbegrenzten Wiederwahl des Präsidenten wurde auch vom venezolanischen Staatschef Hugo Chavez angestrebt. Der Verbündete von Morales erlitt beim Referendum vom 2. Dezember jedoch eine Niederlage. Der bolivianische Präsident plant unter anderem auch, die Grösse des zulässigen Landbesitzes zu begrenzen. Dies stösst auf den erbitterten Widerstand von Grossgrundbesitzern. (dapd)

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