Bolivien: Verletzte bei neuen Demos
Aktualisiert

Bolivien: Verletzte bei neuen Demos

In Bolivien dauern die massiven Proteste gegen die Energiepolitik der Regierung an. Am Dienstag gingen in La Paz erneut rund 6000 Arbeiter, Bauern und Studenten auf die Strasse.

Sie forderten die Verstaatlichung des Erdgas- und Erdölsektors.

Polizei und Militär gingen mit Tränengas gegen die Demonstranten vor. Sechs Menschen seien dabei leicht verletzt worden, sagte die Sprecherin eines Bündnisses zum Schutz der Menschenrechte.

Zahlreiche Autos und Geschäfte wurden stark beschädigt. Die katholische Kirche zeigte sich besorgt über die Krise und die gewaltsamen Ausschreitungen.

Staatschef Carlos Mesa bekräftigte, er wolle bis zum Ende seines Mandats im Amt bleiben. Er werde «bis zum letzten Tag» Präsident bleiben, sagte Mesa in der Hauptstadt Sucre. Seine Amtszeit endet offiziell im August 2007.

In Bolivien ist seit Monaten ein erbitterter Konflikt um die Rohstoffreserven im Gang. Die Opposition fordert, dass private Förderunternehmen eine Abgabe von 50 Prozent plus Steuern an den Staat abführen müssen. Das neue Gesetz, wonach eine Abgabe von 18 Prozent und eine Steuer von 32 Prozent fällig ist, lehnt sie ab.

(sda)

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