Weltrekord und 3. Gold: Bolt krönt sich zum König von London
Aktualisiert

Weltrekord und 3. GoldBolt krönt sich zum König von London

Usain Bolt hat zum Schluss nochmals einen draufgesetzt. Mit der jamaikanischen 4x100m-Staffel läuft der Übersprinter zu seinem dritten Gold und zu einem neuen Weltrekord.

von
pre

Die Sprintstaffel um Leichtathletik-Star Usain Bolt trieb im Olympiastadion die Stimmung ein letztes Mal auf den Höhepunkt. Jamaika lief in 36,84 Sekunden Weltrekord. Die schnellsten zwei Männer der Welt brachten wie erhofft den vierten Weltrekord nach 800-m-Läufer David Rudisha, der US-Frauen-Sprintstaffel und der Geherin Jelena Laschmanowa ins Trockene. Yohan Blake übergab Bolt und dieser flog unter ohrenbetäubendem Lärm dem Ziel entgegen. Die ersten Ablösungen hatten Nesta Carter und Michael Frater bestritten.

Die Verbesserung des Rekords fiel wie schon am Vortag bei den US-Frauen frappant aus. Die Steigerung betrug zwei Zehntelsekunden. Die USA, die zunächst in Führung lagen und beim letzten Wechsel noch zeitgleich an Ryan Bailey übergaben, egalisierten mit 37,04 die vor dem Rennen noch gültige Marke.

Bolt hat in London seine Rolle als unbestrittener Star der Leichtathletik gefestigt. Der 25-Jährige verlässt England wie schon China (Olympia 2008) und Deutschland (WM 2009) mit drei Goldmedaillen. Auch in seiner Gestik gibt er sich offensiver als noch vor den Spielen.

Bolts Goldlauf über 100 Meter

Jamaika die beste Sprint-Nation

Jamaikas Hoheit im Sprint der Männer ist seit 2008 unangetastet. Seit Peking stellen die Jamaikaner immer den Sieger: sei es über 100 m, 200 m oder 4x100 m. Mit den Staffelresultaten von Peking (37,10), Berlin 2009 (37,31) und Daegu 2011 (37,04) hatten sie die US-Boys gedemütigt. Die Amerikaner durchlebten in der Staffel eine Durststrecke, die seit dem WM-Gold 2007 in Osaka anhält und trotz des starken Auftritts in London weitergeht.

Bolt siegt über 200 m

2008 beendeten sie den Vorlauf nicht, 2009 wurde das Quartett in den Halbfinals disqualifiziert und in Daegu klappte der letzte Wechsel nicht. Diesmal machten es Trell Kimmons, Justin Gatlin, Tyson Gay und Bailey deutlich besser. Sie mussten sich nichts vorwerfen lassen.

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