3 x Olympia-Triple: Bolt will schaffen, was noch keinem gelungen ist

Aktualisiert

3 x Olympia-TripleBolt will schaffen, was noch keinem gelungen ist

Usain Bolt war der beste männliche Athlet an der WM in Moskau. Seine drei Goldmedaillen holte er im Schongang - schliesslich muss er noch drei Jahre durchhalten.

von
fbu

«Mein Hauptziel ist es, aus mir eine Legende zu machen.» Mit diesen Worten machte Usain Bolt klar, wohin sein Weg nach seinem dritten Gold mit der 4x100-m-Staffel an der WM in Moskau führen soll. Mit dem Triple-Sieg in Moskau machte der Supersprinter den nächsten Schritt zum Legenden-Status. Zwei der grössten Athleten seiner Sportart hat er nun bei den WM-Titeln bereits eingeholt.

Die Amerikaner Carl Lewis und Michael Johnson hatten es ebenfalls auf acht WM-Titel gebracht. Hätte Bolt vor zwei Jahren in Daegu nicht einen Fehlstart hingelegt, wäre er nun wohl bereits an ihnen vorbeigezogen. Doch selbst die frischen Goldmedaillen sind für den Jamaikaner kurz nach Rennschluss Vergangenheit. Der Showman blickt schon wieder in die Zukunft: 2015 kann er in Peking definitiv der beste WM-Athlet aller Zeiten werden. Sein Augenmerk liegt aber auf Olympia.

Dreifaches Olympisches Triple als Ziel

Drei Jahre muss der 27-Jährige noch durchhalten und weiter fleissig gewinnen, dann hat er sein Ziel erreicht: Das dreifache olympische Triple aus 100 und 200 Meter sowie der Staffel – und das innerhalb von acht Jahren. «Ich will 2016 in Rio schaffen, was noch niemandem zuvor gelungen ist.» Dazu muss er an den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro die Erfolge von Peking 2008 und London 2012 wiederholen. Gelingt ihm das, dürften die kommenden Generationen von Sprintern sich die Zähne an seiner Leistung ausbeissen.

Um das olympische Triple zu erreichen will sich Bolt auch nur noch auf das Kerngeschäft konzentrieren: Sprint. Kein Gedanke mehr an Ausflüge zum Weitsprung, die 400 Meter oder Ausflüge auf Nebenschauplätzen. «Nein, ich darf mich nicht verzetteln. Da riskiert man nur unnötige Verletzungen», lässt er sich entlocken.

Gesundheit als entscheidender Faktor

Der Jamaikaner macht deutlich: «Die Gesundheit ist der Schlüssel.» Das musste Bolt in dieser Saison merken. Nach einer Oberschenkelverletzung kam er nicht richtig in Fahrt – und so machte er auch an der WM in Moskau den Eindruck, als liefe er nur im Schongang.

Im Vorlauf der Staffel liess er Oshane Bailey für sich sprinten – erst im Ernstfall nahm er den Staffel-Stab wieder selbst in die Hand. Auch über die 200 Meter am Samstag lief Bolt gerade mal so schnell, wie er musste. 150 Meter Vollgas und ein bisschen Auslaufen reichten für Gold. Rekordzeiten waren in diesem Jahr offensichtlich nicht sein Plan. Die Weltrekorde hält er schon, nun will er schaffen, was noch keinem gelungen ist: Neun olympische Goldmedaillen zu gewinnen - und das nur in Sprintdisziplinen.

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