Aktualisiert 17.03.2004 21:16

Bombardier: Kampf gegen Schliessung

Bombardier will die Bahnwerkstatt in Pratteln schliessen. Insgesamt 523 Personen verlieren hier ihren Arbeitsplatz, falls die Gewerkschaften bis August nicht andere Lösungen präsentieren.

Die Schliessung des Werks Pratteln soll bis Ende 2005 vollzogen sein. Die laufenden Aufträge – darunter Neigezüge und S-Bahn-Züge – sollen fristgemäss bis etwa Ende 2004 ausgeliefert werden. Betroffen sind in Pratteln 360 Angestellte und 163 Externe. Das Argument des deutsch-kanadischen Konzerns: Keine Aufträge.

Gegen dieses Argument wehren sich die Gewerkschaften: «Bombardier hat glücklos operiert und deshalb keine Aufträge erhalten», sagte Charles Steck von der Gewerkschaft Syna. Laut Beda Moor vom Smuv wussten die Gewerkschaften seit vier Wochen vom Entscheid, durften aber erst gestern reagieren: «Jetzt reden wir mit den Regierungen beider Basel und versuchen Aufträge reinzuholen, um den Standort zu erhalten». Schon 1999 stand Pratteln auf dem Spiel, als auch auf Druck der Regierungen das ehemalige Adtranz-Werk erhalten werden konnte.

(lvi)

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