Aktualisiert 15.02.2006 15:52

Bombe reisst vier Schüler in den Tod

Bei einer Bombenexplosion in Bagdad sind vier Kinder auf ihrem Schulweg getötet worden. Bei weiteren Anschlägen in Bagdad wurden mindestens 14 weitere Menschen in den Tod gerissen.

Das Ziel des Anschlags, bei dem die Kinder ums Leben kamen, ist noch unklar, allerdings wurde von der Explosion im Zentrum der irakischen Hauptstadt ein Fotogeschäft zerstört, in dem auch Alkohol verkauft wurde.

Wie die Polizei mitteilte, waren die Schulkinder zehn bis 14 Jahre alt, darunter zwei Töchter und ein Sohn des Verkäufers Dschamil Mohammed. «Wir sind arme Leute und haben nichts mit Politik zu tun», sagte der in Tränen aufgelöste Mann. «Wir wollen nur anständig leben. Wessen haben sich meine toten Kinder schuldig gemacht? Sie gingen doch nur zur Schule.» Der Laden wurde bei der Detonation des selbst gebauten Sprengsatzes vollständig zerstört, weitere Geschäfte wurden beschädigt.

Bei der Detonation von drei Autobomben und zwei Mordanschlägen in anderen Stadtteilen Bagdads kamen am Mittwoch mindestens 14 weitere Menschen ums Leben, darunter sechs Polizisten. Vier Beamte fielen im Norden der irakischen Hauptstadt einer Bombenexplosion zum Opfer. Im südwestlichen Viertel Sadija erschossen Aufständische aus einem fahrenden Auto heraus einen ranghohen Polizeibeamten und seinen Fahrer, der ebenfalls Polizist war. Bei einem ähnlichen Angriff im Westen der Hauptstadt wurde eine Zivilperson erschossen. In einem schiitischen Viertel Bagdads wurden fünf Männer mit Kopfschüssen gefunden.

In der Nähe der Technischen Universität Bagdad kamen bei einem weiteren Autobombenanschlag zwei Passanten ums Leben. Fünf weitere Menschen wurden verwundet, darunter drei Polizisten. Bei einer Bombenexplosion nahe einer Polizeipatrouille im Stadtzentrum wurden fünf Polizisten und drei Passanten verletzt. (dapd)

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