Nordirland: Bombe tötet Polizist
Aktualisiert

NordirlandBombe tötet Polizist

In der nordirischen Stadt Omagh ist ein Bombenanschlag verübt worden. Dabei wurde ein Polizist getötet. Der Sprengsatz war unter dem Auto eines seiner Familienmitglieder detoniert.

Spezialisten der Polizei in Omagh.

Spezialisten der Polizei in Omagh.

Die britische Provinz Nordirland wurde über Jahrzehnte von schweren Auseinandersetzungen zwischen Katholiken und Protestanten erschüttert.

Die Gewalt hatte sich seit einem Friedensabkommens im Jahr 1998 weitgehend gelegt, obwohl Splittergruppen der früheren Irisch- Republikanischen Armee (IRA) noch immer Anschläge auf britische Einrichtungen verüben. Bei einem Anschlag im März 2009 wurden zwei britische Soldaten getötet. Im April 2010 war bei einem Autobombenanschlag ein Mann verletzt worden.

Omagh war 1998 einige Monate nach Abschluss des Friedensabkommens - des Karfreitagsabkommens vom 10. April - von einem schweren Anschlag erschüttert worden. Am 15. August explodierte in der Market Street eine grosse Autobombe - 29 Menschen starben, 250 wurden verletzt.

Zur Tat bekannt sich damals die IRA-Abspaltung «Real IRA» («Wahre IRA»), die das Friedensabkommen nicht akzeptiert hatte. Die «Wahre IRA» hatte sich auch zur Tötung der beiden Soldaten von vor zwei Jahren bekannt. (sda)

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