Bahnhof Aarau: Bombenalarm ausgelöst – wird Mann (51) belangt?
Aktualisiert

Bahnhof AarauBombenalarm ausgelöst – wird Mann (51) belangt?

Ein herrenloser Koffer sorgte vergangenen Freitag am Bahnhof Aarau für Chaos. Jetzt ist klar: Ein 51-Jähriger hatte ihn vergessen. Ihm droht eine saftige Rechnung.

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ann
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Grosse Teile des Aarauer Bahnhofplatzes waren am 15. September 2017 gesperrt. Der Grund war ein herrenloser Koffer, der hinter einem grossen Aschenbecher abgestellt worden war.

Grosse Teile des Aarauer Bahnhofplatzes waren am 15. September 2017 gesperrt. Der Grund war ein herrenloser Koffer, der hinter einem grossen Aschenbecher abgestellt worden war.

Leser-Reporter
Wegen des Koffers kam es zu einem Grossaufgebot von Sicherheitskräften: Auch ein Bomben-Roboter stand im Einsatz.

Wegen des Koffers kam es zu einem Grossaufgebot von Sicherheitskräften: Auch ein Bomben-Roboter stand im Einsatz.

Leser-Reporter
Der herrenlose Koffer war im Laufe des Nachmittags von der Transportpolizei aufgefunden worden. Ein 51-Jähriger aus der Region hatte ihn dort abgestellt und vergessen. Er stieg ohne ihn in den Zug ein und fuhr in die Innerschweiz.

Der herrenlose Koffer war im Laufe des Nachmittags von der Transportpolizei aufgefunden worden. Ein 51-Jähriger aus der Region hatte ihn dort abgestellt und vergessen. Er stieg ohne ihn in den Zug ein und fuhr in die Innerschweiz.

Leser-Reporter/the Wanted

Mitten im Feierabendverkehr am Freitag musste der Bahnhofplatz in Aarau weiträumig abgesperrt werden, der Busbetrieb wurde eingestellt. Die Kantonspolizei Aargau meldete ein gefährliches Gepäckstück. Ein Bombenroboter stand im Einsatz. Viele Sicherheitskräfte und die Feuerwehr waren vor Ort. Die Sperrung dauerte vom späteren Nachmittag bis abends um 19 Uhr.

Jetzt ist bekannt: Der Koffer gehörte einem 51-jährigen Mann aus der Region Aarau, wie Polizeisprecher Roland Pfister zur «Aargauer Zeitung» sagte. Er wurde von der Polizei befragt und gab an, seinen Koffer hinter dem SBB-Aschenbecher abgestellt zu haben. Später stieg der Mann laut Pfister in einen Zug ein, um in die Innerschweiz zu fahren. Den Koffer vergass er auf dem Bahnhofplatz.

Polizei prüft, ob Grobfahrlässigkeit im Spiel war

Eine böse Absicht hatte der Mann dabei offenbar nicht. Er bekam auch nichts von der Polizeiaktion mit, die wegen seines Koffers eingeleitet worden war. Noch während Bombenspezialisten des Forensischen Dienstes den Koffer untersuchten, konnte er von Ermittlern telefonisch erreicht werden. Am Telefon soll er glaubhaft erklärt haben, dass der Inhalt des Koffers ungefährlich sei. Die Angaben hätten sich mit den Erkenntnissen der Polizei gedeckt. Der Koffer wurde daraufhin nicht gesprengt, sondern sichergestellt.

Seine Vergesslichkeit könnte für den 51-Jährigen aber ein Nachspiel haben. Die Aargauer Polizei prüft derzeit, ob Grobfahrlässigkeit zum Grosseinsatz geführt hat. Wäre dies der Fall, könnte ihm eine Rechnung für die Kosten des Grosseinsatzes ins Haus flattern. Wie hoch diese in etwa sein könnte, will Sprecher Pfister nicht sagen. Aufgrund des grossen Aufgebots dürfte sie aber dementsprechend ausfallen.

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