«Hinterhältiger Angriff»: Bombenanschläge in Indien - 11 Tote
Aktualisiert

«Hinterhältiger Angriff»Bombenanschläge in Indien - 11 Tote

In der südindischen Stadt Hyderabad haben zwei Bombenanschläge mindestens elf Menschen das Leben gekostet. Premierminister Singh spricht verurteilt die Explosionen aufs schärfste.

Eine der Bomben ging im Staddteil Dilshuk Nagar von Hyderabad hoch.

Eine der Bomben ging im Staddteil Dilshuk Nagar von Hyderabad hoch.

Hyderabad In der südindischen Stadt Hyderabad sind bei zwei Bombenanschlägen mindestens elf Menschen getötet und weitere 50 verletzt worden. Die Explosionen ereigneten sich der Polizei zufolge am Donnerstag im Abstand von etwa zwei Minuten vor einem Kino und an einer Bushaltestelle. Fernsehbilder zeigten Verletzte, die mit Rettungswagen in Krankenhäuser gebracht wurden.

Die Bomben sollen an Fahrrädern befestigt gewesen sein. Premierminister Manmohan Singh sprach von einem «hinterhälgigen Angriff», der nicht ungestraft bleiben werde. Er ermahnte die Bevölkerung, die Ruhe zu bewahren. Der letzte schwere Bombenanschlag in Indien ereignete sich im September 2011. Bei der Explosion vor einem Gericht in der Hauptstadt Neu Delhi starben 13 Menschen.

Indien ist seit der Hinrichtung eines Kaschmiri vor gut zwei Wochen im Alarmzustand. Der wegen des Anschlags auf das indische Parlament im Dezember 2001 zum Tode verurteilte Mohammed Afzal Guru war am Galgen gestorben. Bei dem Anschlag waren 14 Menschen ums Leben gekommen, unter ihnen fünf Angreifer. Mehrere Menschenrechtsgruppen äusserten Zweifel an der Rechtmässigkeit des Verfahrens gegen Guru. Seit der Hinrichtung war es in Kaschmir zu Unruhen mit Toten und Verletzten gekommen. (sda)

Deine Meinung