Unsicherer Irak: Bombenanschlag fordert viele Tote
Aktualisiert

Unsicherer IrakBombenanschlag fordert viele Tote

Nach der erfolglosen Stürmung einer Polizeistation in Kirkuk hat sich ein mit Sprengstoff beladener Mann in die Luft gesprengt. Traurige Bilanz des sonntäglichen Terrors: mindestens 30 Tote und 70 Verletzte.

Bei einem Bombenanschlag und einem anschliessenden Angriff auf das Polizeihauptquartier im nordirakischen Kirkuk sind mindestens 30 Menschen getötet worden. Weitere 70 Menschen seien bei der Attacke am Sonntagmorgen verletzt worden, sagte ein ranghoher Polizeivertreter der Nachrichtenagentur AFP.

Offenbar hätten die Angreifer zunächst erfolglos versucht, das Gebäude zu stürmen. Daraufhin sprengte sich ein Selbstmordattentäter in einem Auto in die Luft, wie der Chef des örtlichen Rettungsdienstes, Polizeigeneral Natah Mohammed Sabr, sagte.

Al-Kaida-Anschläge

Zu dem Attentat bekannte sich zunächst niemand. Sunnitische Rebellen, darunter Al-Kaida im Irak, verüben jedoch regelmässig Anschläge auf die irakischen Sicherheitskräfte, um das Land zu destabilisieren.

Auch die ölreiche Region Kirkuk ist immer wieder Ziel von Anschlägen. Es kommt immer wieder zu Spannungen zwischen der kurdischen Regionalverwaltung und der Zentralregierung in Bagdad. Bei einer Reihe von Bombenanschlägen waren dort im vergangenen Monat Dutzende Menschen ums Leben gekommen. Der Grossteil der Attacken galt offenbar Vertretern der kurdischen Regionalregierung. (sda)

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