Verhinderter Attentäter - Bombenbastler absolvierte Ausbildung in offener Abteilung
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Verhinderter AttentäterBombenbastler absolvierte Ausbildung in offener Abteilung

Miran S. (19) kündigte auf Social Media ein Attentat gegen Muslime an. Daraufhin musste er in die geschlossene Abteilung im Massnahmezentrum in Uitikon. Doch im Herbst 2020 floh der junge Mann.

von
Tabea Waser
Céline Krapf
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Miran S. gelang die Flucht aus dem Massnahmezentrum Uitikon. 

Miran S. gelang die Flucht aus dem Massnahmezentrum Uitikon.

Tamedia
Der Jugendliche aus der Ostschweiz soll in der Schweiz ein Massaker geplant haben. (Symbolbild)

Der Jugendliche aus der Ostschweiz soll in der Schweiz ein Massaker geplant haben. (Symbolbild)

REUTERS
Mit 17 Jahren schrieb Miran S. in den sozialen Medien, dass er «alle Muslime töten» wolle.

Mit 17 Jahren schrieb Miran S. in den sozialen Medien, dass er «alle Muslime töten» wolle.

pixabay

Darum gehts

  • Der Ostschweizer Miran S. schrieb auf Social Media von seinen Attentatsplänen: Er wollte «alle Muslime töten».

  • Der 19-Jährige war seit Dezember 2019 im Massnahmezentrum Uitikon (MZU). Im Herbst türmte er und ist seitdem auf der Flucht.

  • Eine internationale Fahndung laufe derzeit.

Er ist seit letztem Herbst auf der Flucht: Der Ostschweizer Miran S. (Name geändert) kündigte 2019 in den sozialen Medien an, dass er «all diese Muslime töten» wolle und kaufte Material für eine Bombe. Nach Hinweisen internationaler Polizeikorps und eines Drogisten wurde der heute 19-Jährige festgenommen und inhaftiert.

Im Herbst 2020 sei der junge Mann vom Areal geflüchtet, gab die Mediensprecherin des Zürcher Justizvollzugs Elena Tankovski auf Anfrage von 20 Minuten bekannt. Miran S. sei im Dezember 2019 in die geschlossene Abteilung des Massnahmenzentrums Uitikon (MZU) eingetreten. Das MZU habe aber einen gesetzlichen Auftrag, Ausbildungsprogramme für junge Straffällige im Alter von 16 bis 25 Jahren anzubieten, schreibt die Sprecherin – so konnte der 19-Jährige seine Ausbildung im «Bereich Metallbau» in den Betrieben der offenen Abteilung fortsetzen.

In der Angelegenheit laufe eine internationale Fahndung. Weitere Fragen könnten aufgrund des Amtsgeheimnisses und des Rechts auf Persönlichkeitsschutz nicht beantwortet werden.

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