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Dietikon ZHDrohung beim Balkanfestival – knapp 2000 Personen werden evakuiert

Am späten Samstagabend ging während des Balkanfestivals in Dietikon eine Drohung ein – kurz bevor der Mainact Ceca hätte auftreten sollen. Die Anwesenden wurden evakuiert.

von
Yasmin Rosner

Wegen einer Drohung evakuierte die Polizei 2000 Personen.

Video: 20min/News-Scout

Darum gehts

Der serbische Superstar Svetlana Ražnatović alias Ceca hätte am Samstagabend in der Stadthalle Dietikon nebst anderen Künstlerinnen und Künstlern als Mainact auftreten sollen – doch daraus wurde nichts. Das ausverkaufte Konzert musste laut News-Scouts nach einer Bombendrohung noch vor dem Auftritt der 49-Jährigen unterbrochen werden. Die Sängerin gilt als eine der grössten und erfolgreichsten Künstlerinnen des ehemaligen Jugoslawiens. Kontrovers: Sie war mit dem Serben Željko «Arkan» Ražnatović bis zu seiner Ermordung verheiratet. Ražnatović wurde vom Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien wegen Kriegsverbrechen an der bosnisch-muslimischen Zivilbevölkerung, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und schweren Verstössen gegen das Völkerrecht angeklagt.

Eine Besucherin erzählt 20 Minuten: «Gerade als die Leute nach Ceca riefen, betrat ein Mann die Bühne und forderte die Besucherinnen und Besucher bestimmt auf, die Halle zu verlassen. Alle waren verwirrt und wussten nicht, was abgeht. Anschliessend betrat ein weiterer Mann die Bühne und meinte auf Serbisch, es habe eine Bombendrohung gegeben, doch daran sei wahrscheinlich nichts dran. Daraufhin kam es zum Gedränge und alle stürmten raus. Für einen kurzen Moment kam in der Masse Panik auf.»

«So ein Ereignis ist frustrierend»

Nach einem ersten Schreck aber habe sich die Stimmung vor der Halle rasch wieder entspannt. Man habe zusammen gesungen und einen Volkstanz getanzt. Nichtsdestotrotz: «So ein Ereignis ist frustrierend. Es ist nicht das erste Mal, dass so etwas an einem Balkan-Event geschieht», sagt die Besucherin.

Nach kurzer Panik herrschte teils ausgelassene Stimmung vor der Stadthalle.

News-Scout/20min

Kurz nach Mitternacht Entwarnung

Die Kantonspolizei Zürich bestätigt gegenüber 20 Minuten den Grosseinsatz in Zürich, spricht aber lediglich von einer telefonischen Drohung und keiner expliziten Bombendrohung. «Kurz vor 22 Uhr ist bei uns eine Meldung eingegangen, worauf man mit einem Grossaufgebot vor Ort eingetroffen ist», so Mediensprecher Alexander Renner. Knapp 2000 Menschen seien evakuiert worden. 

Gegen 00.30 Uhr haben die Besucherinnen und Besucher «nach Beurteilung der zwischenzeitlich gewonnenen Erkenntnisse» wieder die Stadthalle betreten können, so die Polizei. Die Ermittlungen gegen den bislang unbekannten Urheber der Drohungen seien aufgenommen worden. Das Konzert wurde schliesslich weitergeführt.

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Die Besucherinnen und Besucher des Festivals wurden vorsorglich evakuiert.

Die Besucherinnen und Besucher des Festivals wurden vorsorglich evakuiert.

News-Scout/20min
Knapp 2000 Menschen hatten sich laut Polizei zum Zeitpunkt der Drohung in der Halle befunden.

Knapp 2000 Menschen hatten sich laut Polizei zum Zeitpunkt der Drohung in der Halle befunden.

News-Scout/20min
Die Polizei war mit einem Grossaufgebot vor Ort. 

Die Polizei war mit einem Grossaufgebot vor Ort. 

News-Scout/20min

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