Bombendrohung Glatt: Das wird teuer
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Bombendrohung Glatt: Das wird teuer

Die Evakuation, der Einsatz der Sicherheitskräfte, massive Umsatzeinbussen: Die Kosten der Bombendrohungen eines 17-Jährigen werden sich voraussichtlich auf mehrere hunderttausend Franken belaufen.

Über 2000 Menschen waren gerade dabei, im nachweihnachtlichen Sonderverkauf ein paar Schnäppchen zu ergattern, als das Glattzentrum wegen einer Bombendrohung evakuiert werden musste. Keine klingenden Kassen zur besten Shopping-Zeit. Die Umsatzeinbussen sind happig.

«Wir können gegenwärtig noch keine genauen Angaben darüber machen, wie hoch der Schaden ist», sagt Marcel Stoffel, Geschäftsführer Einkaufszentrum Glatt, auf Anfrage vom 20minuten.ch. «Die Betriebsgesellschaft und die einzelnen Geschäfte sind derzeit daran, die Umsatzeinbussen zu evaluieren. Es ist noch zu früh, um die genaue Höhe der Ausfälle beziffern zu können.»

Rechtliche Schritte werden geprüft

Die Migros rechnet laut Sprecherin Eve Pfeiffer damit, dass ihr ein fünf- bis sechsstelliger Betrag durch diesen Zwischenfall entgangen ist. Globus geht von rund 50 000 Franken aus. Sprecher Ernst Pfenninger: «Wir erwägen, den entgangenen Umsatz auf zivilrechtlichem Weg einzuklagen.» Marcel Stoffel möchte über das weitere Vorgehen noch keine genauen Angaben machen: «Darüber ist noch nicht entschieden worden. Gegenwärtig werden aber rechtliche Schritte geprüft.»

Am Donnerstag hat ein 17-Jähriger die Bombendrohung gestanden. Der Polizei war er bereits vor seiner Tat bekannt. Sie verhaftete den Jugendlichen mitten im Glattzentrum. Nach wie vor ist das Tatmotiv unklar. Der Fall liegt nun bei der Jugendanwaltschaft Bülach.

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