Aktualisiert 15.03.2011 12:03

Sex-SpielzeugBombenexperten entschärfen Vibrator

In einer Poststelle in Russland tickte es in einem Paket verdächtig. Experten der Antiterroreinheit wurden gerufen. Was sie «entschärften», führte zu Erleichterung - und Gelächter.

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lue

Ein Angestellter der Post in der nordwestrussischen Stadt Petrosawodsk hat laut dem «Telegraph» die Polizei alarmiert, weil er ein verdächtiges Ticken in einem Paket vernahm. Sofort wurde eine Antiterroreinheit aufgeboten und das Gebäude evakuiert. Als die Bombenexperten das verdächtige Paket schliesslich unter grössten Vorsichtsmassnahmen geöffnet hatten, fanden sie darin keinen Sprengstoff, sondern einen Vibrator. Das Sexspielzeug hatte sich offenbar selber eingeschaltet und der Beamte verwechselte die Liebesschwingungen mit einem Ticken.

Falsche Bombenalarme nach Anschlägen

Die Angst vor Terroranschlägen und Attentaten ist im Westen Russlands gross. Und dies nicht grundlos: Erst am 26. Februar hatte sich ein Selbstmörder in Moskau in die Luft gejagt. Diesem Terrorakt fiel nur der Attentäter zum Opfer. Weniger glimpflich lief ein weiterer Selbstmordanschlag ab, der sich nur einen Monat zuvor ereignet hatte. Am 24. Januar sprengte sich ein Mann auf dem Moskauer Flughafen Domodedowo, rund 40 Kilometer südlich der Hauptstadt, in die Luft und riss 36 Menschen mit in den Tod.

Seit diesen Anschlägen häufen sich die - meist falschen - Bombenalarme. Immer wieder werden Warenhäuser, Bahnhöfe und andere öffentliche Gebäude evakuiert.

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