UBS-Löhne: Boni-Regelung geht für Merz in Ordnung
Aktualisiert

UBS-LöhneBoni-Regelung geht für Merz in Ordnung

Bundespräsident Hans-Rudolf Merz hat die Zahlungen von variablen Lohnanteilen über 2,2 Milliarden Franken bei der UBS in einer ersten Reaktion als akzeptabel beurteilt. Der Bundesrat sei ja auch kein Fachorgan für Lohnpolitik in der Privatwirtschaft.

Ohne die Details schon studiert zu haben, könne er sagen, dass es mindestens plausibel sei, was die Finanzmarktaufsicht (Finma) mit der UBS erarbeitet habe, sagte der Finanzminister am Dienstag vor den Medien. Die Finma habe sehr viel Aufwand betrieben und sei zum Schluss gekommen, dass sie nach pflichtgemässen Ermessen die Vorschläge der UBS akzeptieren könne und auch sichergestellt sei, dass die Bank keine Wettbewerbsnachteile hinnehmen müsse.

Nachdem die Ausgaben für die Löhne generell wie auch die flexiblen Anteile schon deutlich gesunken seien, sollten nun die flexiblen Lohnanteile offenbar sehr gezielt und individuell dort ausbezahlt werden, wo Leistung vorhanden sei. Merz erklärte, er wolle darauf achten, dass die flexiblen Lohnanteile vor allem der mittleren und unteren Mitarbeiterstufe zugute kämen.

Oberes Kader soll verzichten

Für ihn sei ganz zentral, dass sich die Mitglieder des Verwaltungsrats und der oberen Geschäftsleitung keine Boni zuschanzen dürften. Merz erklärte ausserdem, die UBS werde sich gefallen lassen müssen, dass sich der Bund auf Basis der jetzigen Finma-Verfügung auch künftig mit den Löhnen befassen werde, solange staatliche Mittel engagiert seien.

Ein Gespräch des Finanzdepartementes (EFD) und der Nationalbank mit der UBS-Führung sei für Ende Woche vorgesehen. Im Herbst werde das EFD einen breit abgestützten Bericht über die Zukunft des Finanzplatzes Schweiz abliefern, sagte Merz. Er habe heute keine letzten Antworten. Die Gesunderhaltung der Schweizer Banken sei aber in jedem Fall eine Voraussetzung für eine gesunde Volkswirtschaft.

(Quelle: AP/SDA)

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