Affoltern am Albis: Pärchen wollte vermögenden Mann ausrauben

Aktualisiert

Bezirksgericht AffolternManager handelte Sex-Date mit zwei Frauen aus – dann wird er ausgeraubt

Ein junges Pärchen wollte über eine Erotikplattform einen vermögenden Mann ködern und ausrauben.

von
Stefan Hohler
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Ein junges Paar stand vor dem Bezirksgericht Affoltern. Dieses war wegen versuchten Raubs angeklagt.

Ein junges Paar stand vor dem Bezirksgericht Affoltern. Dieses war wegen versuchten Raubs angeklagt.

20min/hoh
Musste sich heute vor Bezirksgericht verantworten: Eine 21-jährige Fabrikarbeiterin. 

Musste sich heute vor Bezirksgericht verantworten: Eine 21-jährige Fabrikarbeiterin. 

Ebenfalls ein 19-jähriger angehender Logistiker war angeklagt. Er hatte sein Opfer mit einer Softairpistole bedroht. 

Ebenfalls ein 19-jähriger angehender Logistiker war angeklagt. Er hatte sein Opfer mit einer Softairpistole bedroht. 

Darum gehts

  • Auf einer Erotikplattform schaltete ein Paar eine Sexanzeige.

  • Die Frau chattete daraufhin mit einem Manager und wurde handelseinig, Geschlechtsverkehr mit zwei jungen Frauen für 4000 Franken zu haben. 

  • Beim Treffen auf einem Parkplatz im Säuliamt traf sich die junge Frau mit dem Mann, während ihr Freund ihn mit einer Softairpistole bedrohte.

  • Der Raub misslang und das Paar wurde verhaftet.

  • Vor Gericht zeigten sich die Beschuldigten einsichtig. 

Die 21-jährige Fabrikarbeiterin und der 19-jährige angehende Logistiker haben im letzten Sommer auf einer Erotikplattform eine Sexanzeige geschaltet. Die Frau chattete in der Folge mit mehreren Männern und wurden mit einem Manager handelseinig: Geschlechtsverkehr mit zwei jungen Frauen für 4000 Franken.

Beim vereinbarten Treffen im Juli 2022 auf einem Parkplatz in Hausen am Albis im Säuliamt traf sich die junge Frau mit dem Mann, während ihr Freund ihn mit einer Softairpistole bedrohte. Doch der dilettantisch durchgeführte Raub misslang, die Polizei verhaftete sie eine Stunde später. Sie sassen 35 Tage in Untersuchungshaft.

Beschuldigte zeigen sich einsichtig

Am Prozess vor dem Bezirksgericht Affoltern vom Montag gaben sich beide einsichtig. «Seit dieser Tat lebe ich in der Hölle», sagte der Mann und die Frau beteuerte, dass es ihr leidtue. Sie habe dem Opfer einen Entschuldigungsbrief geschrieben. Gefragt nach dem Grund des Überfalls, sagte der Logistiker: «Kein Geld, keine Arbeit und keine Perspektiven.» Die Antwort der Frau überraschte. Sie habe mit dem Geld einen Pädophilenring sprengen wollen.

Das Verfahren wurde im abgekürzten Verfahren durchgeführt. Das heisst, die Beschuldigten sind geständig und akzeptieren den Urteilsvorschlag des Staatsanwaltes. Dieser hat sie wegen versuchten Raubes angeklagt und bedingte Freiheitsstrafen von je 20 Monate beantragt. Das Gericht segnete den Urteilsvorschlag ab. «Sie haben eine erhebliche kriminelle Energie an den Tag gelegt», sagte der vorsitzende Richter. «Ich hoffe, es war ein einmaliger Ausrutscher.»

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