Finanzkrise: Bonus für UBS-Bosse gestrichen
Aktualisiert

FinanzkriseBonus für UBS-Bosse gestrichen

UBS-Chef Marcel Rohner steht auf die Bremse: Die zwölfköpfige Geschäftsleitung der Grossbank erhält für das Jahr 2008 keine Boni.

Auch der vollamtliche UBS-Verwaltungsratspräsident Peter Kurer muss ohne Bonus auskommen. Im vergangenen Jahr hatte die Konzernspitze Boni in Höhe von 74 Mio. Fr. erhalten - trotz eines Verlusts von 4,4 Mrd. Franken. Konzernsprecher Dominique Gerster bestätigte auf Anfrage entsprechende Informationen des «SonntagsBlick».

Die rund 85 000 Mitarbeiter der UBS erhalten dagegen auch für 2008 Boni. Diese fallen aber tiefer aus als im vergangenen Jahr. Damals kamen sie in den Genuss von insgesamt rund 12 Mrd. Franken.

Die UBS hatte selber Mängel bei ihrem jetzigen Vergütungssystem eingeräumt und bis Ende Jahr eine Reform in Aussicht gestellt. Die Arbeiten kamen offenbar rascher voran: Denn die Massnahmen werden bereits am 14. November vorgestellt, wie Gerster weiter sagte.

Unter anderem plant die UBS ein Bonus-Malus-System: So könnten einmal zugeteilte Vergütungen wieder zurückgefordert werden, sollte sich später herausstellen, dass die erzielten Leistungen nicht nachhaltig waren.

(sda)

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