Krise sei Dank: Boom bei Schweizer Pfefferpistolenhersteller
Aktualisiert

Krise sei DankBoom bei Schweizer Pfefferpistolenhersteller

Mitten in der Krise stellt die Piexon AG neues Personal an: Ihre Pfefferpistolen sind in schwierigen Zeiten noch gefragter als sonst.

von
Gaudenz Looser

Der Guardian Angel, eine im Aargau gefertigte Pfefferpistole, verkauft sich derzeit wie warme Weggli, wie Jürg Thomann, CEO der Piexon AG, bestätigt. Allein für den privaten US-Markt sind für 2010 bereits Bestellungen über 85  000 Stück eingegangen. «Glaubt man den Rückmeldungen unserer Distributoren, dann ist in der Krise das Bedürfnis nach Sicherheit besonders hoch», so Thomann. Den studierten Architekten freuts: «Unsere Auftragslage ist zurzeit so gut, dass wir seit letztem Sommer sogar unser Personal leicht aufstocken konnten.» Der Guar­dian Angel ist eigentlich als Selbstverteidigungswaffe für Frauen gedacht. Aber: «Viele Polizisten und Sicherheitsbeamte schätzen am Guardian Angel, dass er nicht wie eine Pistole aussieht», so Thomann. Es sei auf den ersten Blick klar, dass das Gerät wohl schmerzhaft, aber nicht tödlich sei.

Trotzdem kommt im Februar die zweite Generation des bisher 400  000-mal verkauften Geräts erstmals mit einem Pistolengriff auf den Markt: «Erfahrungen in der Praxis haben gezeigt, dass diese Form im Ernstfall instinktiv bedient werden kann und man damit besser zielen kann», so Thomann.

Dass die auch in der Schweiz ab 18 Jahren frei verkäufliche Pfefferpistole für Schabernack oder gar Überfälle missbraucht wird, befürchtet Thomann nicht: «Erstens ist der Guardian Angel mit rund 70 Franken für zwei Schuss dafür nicht billig genug, und zweitens muss sich jeder Käufer mit Ausweis und Namen registrieren lassen. Missbräuche fliegen so rasch auf.»

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