Aktualisiert 19.11.2007 22:42

Boom des Fremdgehens

Trendiger Seitensprung: Bereits expandiert das Netzwerk Seitensprungzimmer.ch ins Ausland. Fremdgehen wird zum Kavaliersdelikt, immer mehr auch bei Frauen.

Seit 2005 hat sich die Zahl der auf Seitensprungzimmer.ch angebotenen heimlichen Liebesnester von ursprünglich drei Zimmern fast explosionsartig vervielfacht: Derzeit werden auf dem Portal 37 Zimmer angeboten, dazu Liebesboote und -limousinen für diskrete erotische Treffen. Und zahlreiche Nachahmer wollen sich ein Stück vom Kuchen abschneiden. Nun wagt der Betreiber des Originals, der St.Galler Ernst J., den Schritt ins Ausland: Letzte Woche wurde in Feldkirch das erste Zimmer in Österreich eingeweiht. «Die Eröffnung der ersten Zimmer in Deutschland folgt demnächst», so der Portalbetreiber.

Über die Gründe für die riesige Nachfrage lässt sich nur mutmassen. Laut Paartherapeut Klaus Heer gilt über den Hag zu fressen heute nicht mehr als so schlimm wie noch vor einigen Jahren: «Es wird mehr und mehr zum Kavaliersdelikt. Obwohl es prak-

tisch jede Zweierbeziehung schwer erschüttert, wenn es auskommt.» Fremdgehen sei zwar schon immer ein grosses Thema gewesen. «Neu ist aber, dass Frauen heute fast so oft und krass untreu werden wie die Männer», so Heer.

loo

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