Aktualisiert 03.10.2017 17:00

Basel

Boom – seit 20 Jahren geburtenstärkster Monat

Kindersegen für Mütter aus Basel-Stadt: Sie brachten im August so viele Babys zur Welt wie in keinem anderen Monat der letzten 20 Jahre.

von
jd
1 / 2
Im August erblickten in Basel-Stadt so viele Kinder das Licht der Welt, wie zuletzt in den 60er- und 70er-Jahren.

Im August erblickten in Basel-Stadt so viele Kinder das Licht der Welt, wie zuletzt in den 60er- und 70er-Jahren.

Bethesda Spital AG
Von einem Rekord-Geburten-Jahr könne noch nicht gesprochen werden, so der Sprecher des Universitätsspitals Basel.

Von einem Rekord-Geburten-Jahr könne noch nicht gesprochen werden, so der Sprecher des Universitätsspitals Basel.

Universitätsspital Basel

Grossereignisse, bei denen in der Statistik neun Monate später gerne mal der Baby-Barometer ausschlägt, gab es Ende 2016 in der Region keine. Ausser einem Stromausfall in einigen Gemeinden Mitte November, der wohl kaum der Grund für die betrachtliche Geburtenrate im August 2017 gewesen sein wird. 263 baselstädtischen Müttern gebaren in diesem Sommermonat. Laut dem Statistischen Amt Basel-Stadt ist das der geburtenstärkste Monat seit 20 Jahren.

«Geburten-Rate kann sich noch ausgleichen»

Recherchen von 20 Minuten zufolge wurde manchen Frauen nach der Geburt im Universitätsspital Basel vom Personal wegen der vielen Anzahl Geburten sogar nahe gelegt, das Krankenhaus vor dem Ablauf der fünf von der Krankenkasse bezahlten Tage wieder zu verlassen. Dazu sagt Thomas Pfluger, Sprecher des Universitätsspitals Basel: «Auf unserer Geburtsabteilung wird niemand dazu gezwungen, das Spital vorzeitig zu verlassen. Es findet immer ein Gespräch statt.»

Allein im Unispital wurden 232 Geburten verzeichnet, allerdings gebären dort auch Mütter aus anderen Kantonen. Auch im Unispital betrachtet handle es sich um einen überdurchschnittlichen Monat, was die Anzahl Geburten betrifft, bestätigt Pfluger. Im Juli und September haben sogar jeweils elf Frauen mehr in der Frauenklinik des Uni-Spitals geboren als im August. Obs auch ein Rekordjahr wird, sei allerdings trotz dieser geburtenreichen Monate noch völlig offen: Die Geburten-Rate könne sich bis Ende 2017 noch ausgleichen.

Baselbieterinnen gebären in der Stadt

155 Geburten gab es im August im Bethesda Spital – ein «durchschnittlicher Monat», so Sprecherin Mirja Huber. Mai bis September seien in der Regel auf ein Jahr betrachtet die geburtenstärksten Monate.

Addiert man die August-Geburten der beiden Spitäler, ergibt das 387. Hinzu kommen Kinder, die in Geburthäusern oder Zuhause auf die Welt gebracht wurden. Ein Grund für die vielen Geburten in Basel-Stadt ist die Tatsache, dass es im Bruderholz Spital Baselland seit eineinhalb Jahren keine Geburten mehr gibt. Frauen aus dem Kanton Basel-Landschaft gebären also mehrheitlich in der Stadt. Dies bestätigt auch Sprecherin Huber: «Unsere Gebärenden kommen mehrheitlich aus dem Baselbiet. Dieser Anteil ist fast doppelt so hoch wie im Kanton Basel-Stadt», sagt sie.

Fehler gefunden?Jetzt melden.