Boote mit Flüchtlingen gekentert - 16 Tote
Aktualisiert

Boote mit Flüchtlingen gekentert - 16 Tote

Bei zwei Flüchtlingstragödien in Süditalien sind mindestens 16 Menschen ums Leben gekommen.

Vor der kalabrischen Küste ertranken sieben Menschen, als ihr Holzboot in stürmischer See etwa 200 Meter vom Festland entfernt auf eine Sandbank lief und zerbrach.

Insgesamt könnten bis zu 150 illegale Einwanderer auf dem 30 Meter langen Boot unterwegs gewesen sein. Bis zum Abend wurden 120 Überlebende geborgen. Jedoch wurde nicht ausgeschlossen, dass das Unglück weitere Opfer gefordert hat.

Die Flüchtlinge, grösstenteils Palästinenser, hatten ihre gefährliche Überfahrt von Ägypten aus angetreten. In ersten Berichten hatte es geheissen, sie seien von der Türkei aus gestartet.

Schlauchboot gesunken

Vor Syrakus an der Ostküste Siziliens geriet ein Schlauchboot mit insgesamt 24 Menschen an Bord in schwerer See in Not. Sieben Einwanderer überlebten, neun konnten nur noch tot geborgen werden. Acht weitere Flüchtlinge wurden am Sonntag noch vermisst. Die Küstenwache war mit Schiffen und einem Flugzeug im Einsatz.

In den ersten acht Monaten 2007 sind einem Bericht von «Fortress Europe» zufolge bereits 500 Flüchtlinge vor der sizialianischen Küste ums Leben gekommen. Im Gesamtjahr 2006 waren es 302.

(sda)

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