Bootsdrama: Zehn Immigranten tot

Aktualisiert

Bootsdrama: Zehn Immigranten tot

Bei einem neuen Bootsunglück im Seegebiet der Kanarischen Inseln sind zehn Afrikaner ums Leben gekommen.

Ihre Leichen wurden an Bord eines Bootes entdeckt, das 300 Seemeilen südlich der spanischen Inselgruppe herrenlos im Atlantik trieb.

Die Afrikaner hatten offenbar versucht, von der westafrikanischen Küste illegal auf die Kanaren zu gelangen. Dabei starben sie nach Presseberichten vom Donnerstag vermutlich an Hunger, Durst oder Kälte.

Die Besatzung eines Frachters mit belgischer Flagge hatte das Boot entdeckt und den spanischen Seenotrettungsdienst alarmiert. An Bord des Bootes gab es keine Überlebenden. Bevor ein spanisches Bergungsschiff eintraf, hatte die Frachterbesatzung das Boot in der Nacht wieder aus den Augen verloren.

Es wurde nicht ausgeschlossen, dass es in der stürmischen See gekentert war. Der Rettungsdienst leitete eine Suchaktion ein.

Nach Angaben einer Menschenrechtsorganisation starben im vergangenen Jahr insgesamt 289 Menschen bei dem Versuch, illegal mit Booten von Afrika nach Spanien zu gelangen.

(sda)

Deine Meinung