Beat Lang : Bootsfahrer will «Monopol» brechen
Aktualisiert

Beat Lang Bootsfahrer will «Monopol» brechen

Wassertaxifahrer Beat Lang ärgert sich, weil der grösste Teil der Limmat für ihn tabu ist. Er will dies nun ändern und reicht demnächst ein Gesuch beim Kanton ein.

von
Maja Sommerhalder
Wassertaxifahrer Beat Lang darf mit seinem Boot auf der Limmat nur bis zur Station Storchen fahren. (som)

Wassertaxifahrer Beat Lang darf mit seinem Boot auf der Limmat nur bis zur Station Storchen fahren. (som)

Mit einem Passagierboot die Limmat hinuntergondeln: In der Innenstadt ist das nur den Limmatschiffen der Zürichsee- Schifffahrtsgesellschaft (ZSG) erlaubt. Beat Lang will dieses «Monopol» brechen. Mit seinem Wassertaxi fährt er seine Kunden seit Jahren auf dem Zürichsee von A nach B, der grösste Teil der Limmat ist für ihn aber verbotenes Gebiet. Nach der Station Storchen bei der Gemüsebrücke ist Schluss.

Dabei ärgert ihn schon lange, dass er seine Kunden nicht bei der Station Landesmuseum in der Nähe des Hauptbahnhofes abholen darf. «Viele Gäste kommen eben vom Hauptbahnhof und wollen nicht bis zum Storchen laufen. Das ist ein Nachteil für mein Geschäft.»

Deshalb will er demnächst beim Kanton ein Gesuch einreichen. Dort stehen seine Chancen allerdings nicht sehr gut. «Der Schiffsverkehr auf der engen Limmat ist aus Sicherheitsgründen streng reglementiert», so Urs Grob, Sprecher der ­Sicherheitsdirektion des Kantons Zürich. Die Limmatschiffe hätten Vortritt, weil sie sich an einen Fahrplan hielten und einen öffentlichen Auftrag erfüllten: «Alles andere wäre zu gefährlich.»

Auch brauche die Seepolizei manchmal das Gewässer. Dass man die Limmat nicht unterschätzen dürfe, betont auch ZSG-Sprecherin Conny Hürlimann. Für sie wäre es aber in Ordnung, wenn Lang bis zum Landesmuseum fahren würde: «Wer Passagiere nach Fahrplan befördern will, braucht aber eine Konzession.»

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