Bootsunfall bei der Schleuse Port
Aktualisiert

Bootsunfall bei der Schleuse Port

Ein Bootsunfall bei der Schleuse Port ist glimpflich ausgegangen. Ein 15-jähriger Jugendlicher konnte sich auf eine Holzplattform retten.

Von dort wurde der Schüler von Polizeibeamten gerettet und mit einer Ambulanz zur Kontrolle ins Spital überführt, wie die Kantonspolizei Bern am Dienstag mitteilte. Er konnte das Spital am Dienstag wieder verlassen.

Der Jugendliche war zunächst mit drei Kollegen in einem kleinen Motorboot unterwegs. Beim Wartesteg oberhalb der Schleuse Port stiegen die Kollegen aus, während der Jugendlich noch allein eine Runde auf dem Wasser drehen wollte.

Dabei stellte plötzlich der Aussenbordmotor ab und das Boot trieb gegen das Wehr. Der Schüler sprang ins Wasser und schwamm gegen das linke Ufer. Schliesslich konnte er sich beim Kraftwerk Brügg auf eine Holzplattform beim Rechen retten. Auch das leere Motorboot trieb in Richtung Kraftwerk. Von dort konnte es schliesslich mit einem Kran geborgen werden.

Für das Fahren eines Motorboots dieser Art benötigte der Jugendliche keinen Bootsführerschein, wie ein Sprecher der Berner Kantonspolizei Bern auf Anfrage erklärte.

Bei der Schleuse in Port hatte sich 2001 ein tödliches Bootsdrama abgespielt. Drei Personen kamen ums Leben, weil ein Schiff nach einer Motorpanne manövrierunfähig wurde und kenterte. Im Oktober 2002 konnten zwei Frauen unverletzt nach einem Bootsunfall beim Wehr Port geborgen werden.

Die Schleuse wurde nach dem Bootsdrama mit zusätzlichen Bojen und neuen Anbindestellen versehen.

(sda)

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