Boris Becker akzeptiert seine Gefängnisstrafe und legt keine Berufung ein

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Statement vom AnwaltBoris Becker akzeptiert seine Gefängnisstrafe und legt keine Berufung ein

Der frühere Tennisstar sitzt seit Wochen wegen Insolvenzstraftaten in Haft. Auf eine Berufung verzichtet er, wie sein Anwalt nun mitteilt. Der 54-Jährige akzeptiere das Urteil.

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Boris Becker wird keine Berufung gegen das Urteil zu zweieinhalb Jahren Haft einlegen.

Boris Becker wird keine Berufung gegen das Urteil zu zweieinhalb Jahren Haft einlegen.

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«Unser Mandant akzeptiert sowohl das Urteil der Jury als auch das vom Gericht festgesetzte Strafmass», schreibt Christian-Oliver Moser, der Anwalt des einstigen Tennisprofis, in einer Pressemitteilung.

«Unser Mandant akzeptiert sowohl das Urteil der Jury als auch das vom Gericht festgesetzte Strafmass», schreibt Christian-Oliver Moser, der Anwalt des einstigen Tennisprofis, in einer Pressemitteilung.

imago images/ZUMA Wire
Bei guter Führung darf der 54-Jährige darauf hoffen, die Hälfte seiner Haftzeit unter Bewährung abzusitzen. Zudem wurde er jüngst in ein anderes Gefängnis verlegt.

Bei guter Führung darf der 54-Jährige darauf hoffen, die Hälfte seiner Haftzeit unter Bewährung abzusitzen. Zudem wurde er jüngst in ein anderes Gefängnis verlegt.

AFP

Darum gehts

  • Boris Becker (54) wurde Ende April in einem Londoner Gericht zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt.

  • Er hatte Vermögen im Wert von mehr als einer Million Euro in seinem Insolvenzverfahren nicht offengelegt.

  • Diesen Entscheid der Jury und des Gerichtes hätte er weiterziehen können – was er nun allerdings nicht macht.

  • «Unser Mandant hat sich entschieden, gegen das ihn betreffende Strafurteil des Southwark Crown Court keine Rechtsmittel einzulegen», schreibt der Anwalt des einstigen Tennisprofis.

Seit rund vier Wochen sitzt Boris Becker wegen Finanzdelikten in Haft. Eine Jury hatte ihn für schuldig befunden, obwohl der 54-Jährige die Vorwürfe stets bestritten hatte. Das Urteil lautet 2,5 Jahre Gefängnis, wovon er mindestens die Hälfte absitzen muss. Die einstige Tennislegende hätte gegen diesen Entscheid Rechtsmittel einlegen können, doch nun hat sie sich dagegen entschieden, wie ihr Anwalt verlauten lässt.

In einer Presseerklärung, die zahlreichen deutschen Medien vorliegt, darunter auch der «Bild», schreibt sein Anwalt Christian-Oliver Moser: «Unser Mandant hat sich entschieden, gegen das ihn betreffende Strafurteil des Southwark Crown Court keine Rechtsmittel einzulegen.» Weiter ergänzt er: «Unser Mandant akzeptiert sowohl das Urteil der Jury als auch das vom Gericht festgesetzte Strafmass.»

Nichtsdestotrotz sei dem Juristen wichtig zu betonen, dass sein Mandant vor der Eröffnung seiner Privatinsolvenz nichts Falsches oder Illegales getan habe: «Der wesentliche Grund der Verurteilung unseres Mandanten liegt in dem Umstand begründet, dass er nach Insolvenzeröffnung über ein Geschäftskonto private Zahlungen veranlasst hat. Die Zahlungen erfolgten unter anderem zugunsten seiner Kinder und Angehörigen sowie für offene Arztrechnungen und Beratungskosten.»

Boris Beckers Hoffnungsschimmer

Ein Hoffnungsschimmer bleibt Becker: Bei guter Führung könnte er die zweite Hälfte seiner Strafe nämlich unter Bewährung absitzen. Zudem wird es ihm wohl nun auch wohler sein, denn vergangenen Montag wurde er in das Huntercombe-Gefängnis in Nuffield, rund 70 Kilometer westlich von London, verlegt. Die ersten Wochen seiner Haftstrafe hatte Becker im Londoner Knallhart-Knast Wandsworth abgesessen, das für Überfüllung, Gewalt und schlechte hygienische Zustände bekannt ist.

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(RAT)

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