Aktualisiert 19.11.2007 12:57

Bourbakis Armee kurz vor dem Sieg über die Zeit

Noch vor zehn Jahren stand das Bourbaki Panorama in Luzern kurz vor dem Zerfall. Seit 1996 wird das 125-jährige Rundgemälde nun Schritt für Schritt saniert. Besucher können die Arbeiten am Faux-Terrain live miterleben.

Faux-Terrain – so nennt man den plastisch gestalteten Vorbereich des Panoramabilds. Darin sind ganze Personengruppen nachgebildet und Original-Exponate aus der Zeit des 19. Jahrhunderts enthalten. Mit der Erneuerung dieses Vorgeländes startet die letzte Phase der aufwändigen Restaurierung des Rundgemäldes. Die Arbeiten dauern noch bis Ende Februar 2008 an und können beim Besuch des Panoramas «live» mitverfolgt werden, sagt Judith Christen, Leiterin Museum, gegenüber 20minuten.ch. Für Januar 2008 sind zudem Führungen geplant, in denen unter anderem auch die Restaurationsarbeiten thematisiert werden.

Das Bourbaki Panorama Luzern - stattliche 112 mal 10 Meter gross - ist eines der letzten erhaltenen Rundbilder aus dem 19. Jahrhundert. Es hält den Grenzübertritt der französischen Ostarmee unter General Bourbaki in die Schweiz fest. 1871 wurden 87 000 Mann entwaffnet und interniert. Es war die erste grosse Hilfsaktion des damals noch keine zehn Jahre alten Roten Kreuzes. Die dramatischen Szenen dieser Zeit werden im Bourbaki Panorama gezeigt.

Letztes Jahr konnte das Panorama seinen 125. Geburtstag feiern. Die umfassende Sanierung des Gemäldes wurde dank Spenden und Beiträgen von über neun Millionen Franken möglich. Massgeblich an diesem Erfolg beteiligt ist der Verein zur Erhaltung des Bourbaki Panoramas, der eng mit der Stiftung Bourbaki Panorama zusammenarbeitet.

tif

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