Alles für den Sieg: Boxer opfert für WM-Fight einen Zeh
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Alles für den SiegBoxer opfert für WM-Fight einen Zeh

Der Boxer Guido Fiedler hat ein Problem an seinem rechten kleinen Zeh. Der Deutsche droht, den WM-Kampf zu verpassen, also greift er zu drastischen Mitteln.

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hua/heute.at
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Boxer Guido Fiedler hatte ein Problem: Am Samstag steht sein WM-Kampf bevor und er hatte einen Infekt am rechten kleinen Zeh.

Boxer Guido Fiedler hatte ein Problem: Am Samstag steht sein WM-Kampf bevor und er hatte einen Infekt am rechten kleinen Zeh.

Kolbert-press/christian Kolbert
Der 44-Jährige musste sich entscheiden: Entweder den Infekt auskurieren und den WM-Fight verpassen. Oder aber (siehe Bild) sich den Zeh amputieren lassen und dafür antreten können.

Der 44-Jährige musste sich entscheiden: Entweder den Infekt auskurieren und den WM-Fight verpassen. Oder aber (siehe Bild) sich den Zeh amputieren lassen und dafür antreten können.

Kolbert-press/christian Kolbert
«Wichtig war für mich, dass ich keine Gleichgewichtsprobleme bekomme, wenn ich den Zeh abnehmen lasse», sagte Fiedler. Das scheint kein Problem dargestellt zu haben.

«Wichtig war für mich, dass ich keine Gleichgewichtsprobleme bekomme, wenn ich den Zeh abnehmen lasse», sagte Fiedler. Das scheint kein Problem dargestellt zu haben.

Kolbert-press/christian Kolbert

Am Samstag boxt der Deutsche Guido Fiedler um den WBU-Titel im Halbschwergewicht, sein Gegner ist der Ungar Balazs Horvath. Der WM-Fight hätte ohne einen drastischen Schritt Fiedlers jedoch nicht stattfinden können. Ihn behinderte ein Infekt, der bereits den Knochen angegriffen hatte, am rechten kleinen Zeh. Der 44-Jährige musste sich entscheiden: Entweder den Infekt auskurieren und den Kampf verpassen – oder aber den Zeh amputieren. Seinem Sport zuliebe opferte er den Zeh.

Gegenüber augsburger-allgemeine.de sagte der Boxer: «Ich will unbedingt in den Ring und habe mich vorher schon schlaugemacht. Wichtig war für mich, dass ich keine Gleichgewichtsprobleme bekomme, wenn ich den Zeh abnehmen lasse.»

Er will sich etwas beweisen

Fiedler begründet diese drastische Aktion so: «Meine biologische Uhr tickt. Ich wollte unbedingt noch einen WM-Gürtel und will mir auch selber noch etwas beweisen.» Es wäre nicht der erste Erfolg von «Kamikaze-Guido», wie ihn seine Freunde nennen, sowohl im Boxen wie auch im Kickboxen. Im Kickboxen holte er sich bisher fünf WM-Titel. Und Fiedler gibt noch einen weiteren Grund für seinen Ehrgeiz an: «Wenn ich gewinne, bin ich in Augsburg momentan der einzige amtierende Weltmeister im Boxen.»

Kleinkinder beim Boxen

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