Boykott-Kandidaten wollen jetzt nachwählen

Aktualisiert

Boykott-Kandidaten wollen jetzt nachwählen

Im Streit um angebliche Unregelmässigkeiten bei der Präsidentenwahl in Afghanistan laufen derzeit intensive Verhandlungen mit dem wichtigsten Konkurrenten von Übergangspräsident Hamid Karsai.

Der Kandidat der Nordallianz, Junis Kanuni, werde möglicherweise seine Stimme nachträglich abgeben, nachdem er das Votum am Samstag boykottierte, sagte sein Mitarbeiter Hamid Nuri am Montag der Nachrichtenagentur AFP.

Einige Wahllokale könnten noch einmal geöffnet werden, damit Kanuni und andere Kandidaten ihre Stimme abgeben könnten. Teil der Gespräche sei die Vereinbarung einer Untersuchung zu den Unregelmässigkeiten am Wahltag. Ein Sprecher der afghanischen Wahlkommission bestätigte, dass Verhandlungen im Gange seien.

14 der 17 Kontrahenten des favorisierten Amtsinhabers Karsai, darunter Kanuni, hatten am Samstag den Abbruch der Wahlen gefordert. Sie verwiesen unter anderem auf die Probleme, die durch abwaschbare Tinte in den Wahllokalen verursacht wurden. Die Wahlkommission hatte nach einer Dringlichkeitssitzung einen Abbruch der Wahl abgelehnt.

(sda)

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