Schadenersatzklage: BP will 20 Milliarden Dollar von Halliburton
Aktualisiert

SchadenersatzklageBP will 20 Milliarden Dollar von Halliburton

BP braucht Geld. Nun will der Ölmulti auch seinen ehemaligen Partner Halliburton zur Kasse bitten. Diesem seien im Zusammenhang mit der explodierten Ölplattform Fehler unterlaufen.

Die «Deepwater Horizon» nach ihrer Explosion am 22. April 2010.

Die «Deepwater Horizon» nach ihrer Explosion am 22. April 2010.

Fast zwei Jahre ist es her, dass die Borinsel «Deepwater Horizon» im Golf von Mexiko explodierte und die grösste Umweltkatastrophe der US-Geschichte verursachte. Nun hat der britische Ölmulti BP einem Medienbericht zufolge seinen damaligen US-Partner Halliburton erneut verklagt. Er fordere mindestens 20 Milliarden Dollar Schadensersatz, meldete die Finanznachrichtenagentur Bloomberg.

BP verlange vom Ölfeld-Dienstleister eine Entschädigung für die Beseitigung der Umweltschäden, entgangene Gewinne und alle anderen Kosten im Zusammenhang mit der Explosion der Bohrinsel «Deepwater Horizon», schrieb Bloomberg am Montag unter Berufung auf Gerichtsdokumente.

Halliburton lieferte den Zement

BP und Halliburton waren zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Halliburton lieferte unter anderem den Zement zur Abdichtung des Bohrlochs.

BP hatte bereits im vergangenen Jahr Schadensersatzklagen gegen Halliburton und den im Kanton Zug ansässigen und an der Schweizer Börse kotierten Bohrinsel-Betreiber Transocean eingereicht. Die beiden Geschäftspartner wehrten sich mit Gegenklagen.

Elf tote Arbeiter

Die Bohrinsel war im April 2010 explodiert. Dabei starben elf Arbeiter. Fast 90 Tage floss Öl ins Meer, insgesamt mehr als vier Millionen Barrel. (sda)

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