BR-Wahlen: Gutzwiller verzichtet

Aktualisiert

BR-Wahlen: Gutzwiller verzichtet

Der Zürcher FDP-Nationalrat Felix Gutzwiller steigt nun doch nicht ins Rennen um die Nachfolge von Bundesrat Kaspar Villiger.

Die Zürcher FDP hat am Dienstag beschlossen, vorerst weder Gutzwiller noch sonst einen Kandidaten aufzustellen. Die Wahlchancen seien zu gering, sagte der Zürcher FDP-Geschäftsführer Konrad Hurni.

Die gegenwärtige Konstellation für eine Wahl sei ungünstig, führte Hurni aus. Zwar gelte die Kantonsklausel nicht mehr, doch werde sie weiterhin gelebt. Eine Zürcher Kandidatur hätte es deshalb schwer, zumal mit Moritz Leuenberger bereits ein Zürcher in der Landesregierung sitze und mit SVP-Nationalrat Christoph Blocher ein aussichtsreicher Kandidat im Rennen um einen Bundesratssitz stehe. Zwei Zürcher im Bundesrat seien vielleicht möglich, nicht jedoch drei, erklärte Hurni. Hinzu komme, dass bereits verschiedene gute freisinnige Kandidaten für die Nachfolge Villigers vorhanden seien. Laut Hurni hat Gutzwiller auch an der Geschäftsleitungssitzung teilgenommen und stützt den Entscheid des Gremiums.

Bereits von ihren Kantonalparteien nominiert wurden die abtretende Berner Ständerätin Christine Beerli, die Aargauer Nationalrätin Christine Egerszegi sowie der FDP-Fraktionspräsident und Nationalrat Fulvio Pelli, wobei die Nomination bei letzterem noch durch die kantonale Delegiertenversammlung am kommenden Donnerstag genehmigt werden muss.

Noch diese Woche Farbe bekennen wollen der scheidende Urner Nationalrat Franz Steinegger sowie der im Zuge des Rentenanstalt-Debakels als FDP-Präsident zurückgetretene Schaffhauser Nationalrat Gerold Bührer. Steineggers Entscheid soll am kommenden Freitag bekanntgegeben werden, Bührer will sich «in den nächsten Tagen» entscheiden. Falls Steinegger absagt, könnte auch der basel-städtische Jusiz- und Polizeidirektor Jörg Schild eine Kandidatur erwägen. Offen ist zudem, ob der Zuger Ständerat Rolf Schweiger in den Kampf um die Villiger-Nachfolge steigt. (dapd)

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