Zwei Ausnahmesportler im Gespräch : Brady trinkt keinen Kaffee – Hamilton verliert knapp 4 Kilo pro Rennen
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Zwei Ausnahmesportler im Gespräch Brady trinkt keinen Kaffee – Hamilton verliert knapp 4 Kilo pro Rennen

Der wohl beste Football-Spieler aller Zeiten und der zur Zeit beste Formel-1-Fahrer der Welt reden darüber, warum sie so erfolgreich in ihren Sportarten sind.

von
Florian Osterwalder

Die beiden besten Sportler ihres Faches im gemeinsamen Gespräch.

Quelle: IWC Schaffhausen

Darum gehts

  • Tom Brady und Lewis Hamilton haben sich über einen Konferenz-Call unterhalten.

  • Die beiden haben über sich und ihr Gegenüber gesprochen.

  • Hier gibt es die wichtigsten Aussagen des Gesprächs.

Lewis Hamilton, siebenfacher Formel-1-Weltmeister und momentan der wohl beste Rennfahrer, den es gibt. Tom Brady, siebenfacher Super-Bowl-Gewinner und der wohl beste Football-Spieler aller Zeiten. Zwei Ausnahmeathleten, die in ihren Sportarten alles gewonnen haben, was es zu gewinnen gibt. In einem Video der Schweizer Uhrenmarke IWC Schaffhausen reden die beiden mit James Corden über ihr Leben, ihre Erfolge und darüber, ob sie abergläubisch sind (siehe oben).

Wir listen für euch die spannendsten Aussagen der beiden «Goats» (»The Greatest of All Time») auf.

Das meinen Hamilton und Brady über die anhaltenden Erfolge

Lewis Hamilton: «Die Passion und die Liebe zum Rennsport sind das, was mich immer wieder zu neuen Erfolgen und Höchstleistungen antreibt. Ich bin Teil eines Teams mit fast über tausend Menschen. Zu sehen, wie dieses Team zusammen erfolgreich ist, ist fast schöner als meine persönlichen Erfolge.»

Tom Brady: «Ich glaube, die Liebe zu dem, was ich tue und der Wille, immer dazuzulernen und sich zu verbessern ist das, was ich am meisten geniesse. Ich wollte immer für mich der Beste sein und mich nicht mit anderen vergleichen. Auch, wenn es nicht immer so rausgekommen ist, wie ich wollte, wusste ich, dass ich das Beste gegeben hab.»

Der Herm, den Hamilton Brady schenkte, passte dem Football-Star nicht.

Der Herm, den Hamilton Brady schenkte, passte dem Football-Star nicht.

Screenshot/Youtube

Das sagen sie zur Sportart des jeweils anderen

Lewis Hamilton: «Wenn ich diese riesigen Typen auf mich zu rennen sähe, würde ich sofort in die andere Richtung davonrennen. Ich glaub nicht, dass ich diesen Sport ausüben könnte. Für mich ist es einfacher, 320 km/h zu fahren.»

Tom Brady: «Ich dachte immer, ich bin ein guter Autofahrer. Diese Woche habe ich ein grossartiges Geschenk bekommen, einen Formel-1-Helm. Doch er ist zu klein, der passt mir nicht. Also wie soll ich ein Formel-1-Fahrer sein, wenn mir nicht einmal der Helm passt?»

So denken sie übereinander

Lewis Hamilton: «Von einem so erfolgreichen Athleten wie Tom Brady kann man sich einige Sachen abschauen. Wie er trainiert, wie er sich vorbereitet, wie er sich seinem Team gegenüber verhält. Manchmal schreibe ich ihm, um Ratschläge zu erhalten.»

Tom Brady: «Lewis wurde schon als Teenager als ein vielversprechendes Talent in den Himmel gelobt. Ich glaube, wenn man in dem Alter schon so viel Druck verspürt, ist das nicht einfach. Um all die Erfolge zu erreichen, die er erreicht hat, braucht es viel Disziplin und Entschlossenheit.»

Abergläubisch? Sind beide Stars nicht

Lewis Hamilton: «Ich bin nicht abergläubisch. Aber ich war es einmal. Früher hatte ich immer wieder Rituale. Als ich jünger war, gab mir mein Bruder eine Glückskastanie. Ich steckte sie in meinen Anzug. Doch irgendwann verlor ich sie, sie fiel wohl heraus. Dann hatte ich noch Glücks-Unterwäsche, die meine Mama aber irgendwann zu heiss wusch. Und auch meinen Helm zog ich immer mit den gleichen Bewegungen an. Einmal, ich war 17 oder 18, vergass ich aber eine Handlung. Und ich weiss noch, dass ich Sekunden später dann crashte. Ab diesem Moment dachte ich: «Das ist lächerlich. Das ist alles nur in meinem Kopf.» Fortan hatte ich keinen Aberglauben mehr.»

Tom Brady: «Heute ist der erste Tag, an dem Sie jemanden getroffen haben, der keinen Aberglauben hat. Ich bin nicht abergläubisch. Und ich war es auch noch nie. Wenn man abergläubisch ist, ist am Arsch.»

Wollen Brady und Hamilton jeweils ihren achten Titel gewinnen?

Lewis Hamilton: «Ja!»

Tom Brady: «Ja!»

Wer weiss mehr über den anderen?

Am Ende des Interviews spielten Hamilton und Brady noch «True or False». Dabei wurden ihnen jeweils Fragen über den anderen gestellt, die sie mit Wahr oder Falsch beantworten mussten. Und was kam heraus? Nun – beide wussten verdammt viel voneinander. Tom Brady lag etwa bei allen Antworten richtig. Er wusste, dass Hamilton pro Rennen zwischen 3 und 4 Kilogramm an Körpergewicht verlieren kann, wusste, dass sich der Brite vegan ernährt. Selbst, dass Hamilton im Alter von 13 Jahren seinen ersten Vertrag unterschrieb, wusste Brady.

Und Hamilton? Auch der F1-Star konnte mit einer Menge Wissen über den Football-Star punkten. Selbst, dass Brady noch nie eine Tasse Kaffee getrunken hat, konnte Hamilton nicht überraschen, antwortete er doch mit: «True.» Und nicht nur das. Hamilton wusste, dass Brady ganze drei Liter Wasser pro Tag trinkt und, dass der siebenfache Super-Bowl-Gewinner erst an 199. Stelle gedraftet worden ist.

Nicht verwunderlich also, dass Corden völlig aus dem Häuschen war. «Ein unglaubliches Unentschieden», sagte er. Und: «Es steckt Grösse in euch beiden. Es ist jedes Mal ein Nervenkitzel in der Nähe von euch beiden zu sein. Ein absoluter Nervenkitzel.»

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