Aktualisiert 12.04.2005 16:47

Brände vom Wochenende teilweise geklärt

Nach dem feurigen Wochenende im Kanton Bern mit sechs Bränden sind die Ursachen teilweise geklärt: Man weiss jetzt, weshalb es in Wilderswil, Lauenen und Ursenbach gebrannt hat.

Die Abklärungen in Meinisberg, Zollbrück und Jegenstorf laufen noch. Zum Brand des Mehrfamilienhauses in Wilderswil vom Sonntag führte ein defekter Ölofen einer Wohnung im ersten Stock, wie der zuständige Regierungsstatthalter und die Kantonspolizei Bern am Dienstag mitteilten. Bei dem Feuer war das Holzhaus vollständig zerstört worden. Der Sachschaden wird auf mehr als eine Million Franken geschätzt.

Eine Sprecherin der Kantonspolizei wies auf Anfrage darauf hin, dass dass die vier Brände in Wilderswil seit Ende Dezember in keinem Zusammenhang untereinander stehen.

Der Brand in einem unbewohnten Einfamilienhaus am 30. Dezember 2004 brach wegen einer auf einem Sofa liegenden Lampe aus, die von einer Zeitschaltuhr aktiviert worden war. Der Brand vom 17. Januar 2005 wurde von einer brennen gelassenen Kerze ausgelöst, jener vom 18. Februar durch einen defekten Kamin.

Auch Ursenbach und Lauenen geklärt

Geklärt hat die Polizei auch zwei weiteren Brände vom Wochenende. In Lauenen hatte ein Feuer am Sonntag an der Fassade eines Mehrfamilienchalets einen Schaden von mehreren 10 000 Franken verursacht. Ursache war der fahrlässige Umgang eines Bewohners mit Raucherwaren.

Bereits am Samstag hatte in Ursenbach ein Brand erheblichen Sachschaden an einem Bauernhaus angerichtet. Hier hatte eine technische Störung an einer Elektroleitung auf der Strohbühne das Feuer ausgelöst.

Noch nicht geklärt sind die Ursachen der Brände eines Einfamilienhauses in Jegenstorf (Schadenhöhe: über 100 000 Franken) und der Silobrand in einer Sägerei in Zollbrück (10 000 Franken). Ebenfalls noch offen sind Schadenhöhe und Ursache des Brandes vom Samstag in einem Mehrfamilienhaus in Meinisberg, bei dem mehrere Personen Rauchvergiftungen erlitten.

(sda)

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