Brand in Basler Wohnhaus: 20 Verletzte
Aktualisiert

Brand in Basler Wohnhaus: 20 Verletzte

Beim Brand eines Wohnhauses in Kleinbasel sind am frühen Morgen zehn Erwachsene und zehn Kinder verletzt worden. Im Haus war schon im November unter ähnlichen Umständen ein Feuer ausgebrochen. Eine Brandstiftung wird nicht ausgeschlossen.

Der Brandalarm ging bei Polizei und Feuerwehr kurz vor 02.00 Uhr ein. Die Berufsfeuerwehr brachte das Feuer im Keller der sechsstöckigen Liegenschaft am Riehenring rasch unter Kontrolle. Es entwickelte sich jedoch sehr starker Rauch, der die Evakuierung des ganzen Gebäudes nötig machte. Die rund 50 Bewohner wurden zum Teil über die Drehleiter in Sicherheit gebracht. Panik sei nicht ausgebrochen; niemand sei aus dem Fenster gesprungen, sagte der Sprecher der Basler Staatsanwaltschaft, Markus Melzl, auf Anfrage.

Zehn Erwachsene und zehn Kinder wurden mit Verdacht auf Rauchvergiftungen ins Universitätsspital und ins Bruderholzspital eingeliefert. Alle konnten aber im Laufe des Morgens das Spital wieder verlassen, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft auf Anfrage der SDA sagte. Die Bewohner konnten zudem wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Allerdings dürften laut dem Sprecher die Parterrewohnungen wegen des starken Rauchgestanks in den kommenden Tagen kaum bewohnbar sein.

Brandstiftung ist nicht ausgeschlossen

Die Brandursache stand vorerst nicht fest. Ermittlungen des Kriminalkommissariates und der kriminaltechnischen Abteilung wurden noch in der Nacht aufgenommen. Bereits am vergangenen 22. November hatte es in der gleichen Liegenschaft gebrannt. Auch damals mussten sämtliche rund 50 Bewohner evakuiert werden. Das Feuer war ebenfalls im Keller ausgebrochen, und die Staatsanwaltschaft hatte Brandstiftung zunächst nicht ausgeschlossen.

«Inzwischen gehen wir eher von einer technischen Ursache aus», sagte Melzl. Und zwar im Bereich der Waschküche. «Diesmal sind wir aber nicht so sicher, dass es eine technische Ursache ist», sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Zumal die Waschmaschine nicht angeschlossen gewesen sei. Anhaltspunkte für einen Brandanschlag gebe es aber bisher nicht. «Vielleicht hatten diese Leute einfach viel Pech», sagte Melzl.

SDA, AP

Deine Meinung