Brandanschlag auf Gummifabrik
Aktualisiert

Brandanschlag auf Gummifabrik

Der Süden Thailands kommt nicht zur Ruhe: Muslimische Separatisten sollen einen Brandanschlag auf einen der grössten Gummihersteller verübt haben. Der Sachschaden wird auf 15 Millionen Franken geschätzt.

Am Mittwochmorgen ist im überwiegend muslimischen Süden Thailands eine der grössten Gummifabriken in Brand gesetzt worden. Der Brandanschlag erfolgte nur drei Tage nach einer Serie von 50 Bombenanschlägen in der gleichen Region.

Auf der Strasse vor dem Gebäude waren Nägel ausgestreut, um Feuerwehr- und Rettungsfahrzeugen den Zugang zu erschweren, berichtete die staatliche thailändische Nachrichtenagentur. Der Schaden werde auf 400 Millionen Baht (15 Millionen Franken) geschätzt. 5000 Tonnen Gummi verbrannten.

Medien spekulierten über einen Anschlag der Separatisten, die auch für die Explosionsserie verantwortlich gemacht worden waren. Dabei waren am Sonntag und Montag sieben Menschen ums Leben gekommen.

In den drei Provinzen im Süden kämpfen muslimische Separatisten für mehr Unabhängigkeit in dem Land mit grosser buddhistischer Mehrheit. Die Gummiplantagen im Süden des Landes gehören überwiegend Thailändern chinesischer Abstammung. Die Separatisten wollten die chinesischstämmige Bevölkerung möglicherweise vertreiben, hiess es.

Das Lagerhaus am Stadtrand von Yala, rund 760 Kilometer südlich von Bangkok, gehörte der Southland Rubber Company. Die Flammen waren auch nach zwölf Stunden noch nicht gelöscht. (sda)

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