Aktualisiert 09.02.2008 23:08

Brandkatastrophe: Feuer in Eimer entstanden

Nach dem verheerenden Feuer mit elf Toten in einem österreichischen Altersheim hat die Feuerwehr Brandstiftung ausgeschlossen. Der Brand ist in einem Mülleimer entstanden.

Die Flammen hätten zuerst in einem von zwei Behältern in einer Abstellkammer im ersten Stock gelodert, sagte der Leiter der Feuerwehr von Egg im Bregenzerwald, Markus Natter.

In einem Eimer hätten sich unter anderem gebrauchte Papierservietten, in dem anderen dreckige Wäsche befunden. Was genau einen der Eimer in Brand setzte, ist bisher unklar. Am Sonntag wollten die Experten weiter ermitteln.

Starker Rauch

In dem Feuer erstickten fast die Hälfte der 23 Bewohner im starken Rauch, sechs verletzten sich und sechs konnten sich ohne Schaden retten. Verheerend war nach Angaben Natters vor allem die ungewöhnlich starke und schnelle Ausbreitung des Rauches im ganzen Haus.

«Das Feuer war eigentlich die ganze Zeit nur auf einen Bereich im ersten Stock begrenzt», sagte er. Nach ersten Ermittlungen loderten die ersten Flammen im Gang vor einem Zimmer eines Bewohners. Mit Atemschutzgeräten hätten er und seine Kollegen versucht, die teils bettlägerigen Menschen aus dem Haus zu befreien.

Eine gerettete Frau schwebte am Samstagmorgen noch in Lebensgefahr. Die unverletzten Heimbewohner wurden zunächst in einem Kindergarten betreut und dann bei ihren Familien oder in Ausweichquartieren untergebracht. Krisenhelfer kümmerten sich um die fassungslosen Angehörigen.

Gedenkminute für die Opfer

Der österreichische Bundeskanzler Alfred Gusenbauer besuchte noch am Freitagabend den Unglücksort. «Es ist eine Katastrophe, ganz schrecklich», sagte er. Am Samstagmittag erinnerten die rund 3500 Bewohner von Egg mit einer Gedenkminute an die Opfer.

$$VIDEO$$ (dapd)

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