Coronavirus in der Schweiz: Brasilianische Mutation tauchte in einem Spital im Kanton Zürich auf
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Coronavirus in der SchweizBrasilianische Mutation tauchte in einem Spital im Kanton Zürich auf

Bei einer Person in der Schweiz wurde Ende Januar das mutierte Virus aus Brasilien entdeckt. Jetzt weiss man: Die Person lag bereits mit Corona-Symptomen in einem Spital im Kanton Zürich.

von
Karin Leuthold
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Im Kanton Zürich ist der erste Fall einer brasilianischen Coronavirus-Mutation in der Schweiz aufgetaucht.

Im Kanton Zürich ist der erste Fall einer brasilianischen Coronavirus-Mutation in der Schweiz aufgetaucht.

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Sie wurde bei einer infizierten Person nachgewiesen, die sich bereits in Isolation in einer Covid-Station befand. Sie gehöre altersmässig einer Risikogruppe an und habe an weiteren Vorerkrankungen gelitten.

Sie wurde bei einer infizierten Person nachgewiesen, die sich bereits in Isolation in einer Covid-Station befand. Sie gehöre altersmässig einer Risikogruppe an und habe an weiteren Vorerkrankungen gelitten.

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In der brasilianischen Amazonas-Metropole Manaus ist das Gesundheitssystem zusammengebrochen. Wegen der vielen Covid-19- Patienten fehlt den Kliniken der Millionenstadt Sauerstoff. Eine womöglich besonders ansteckende Virus-Mutation verschärft die Lage.

In der brasilianischen Amazonas-Metropole Manaus ist das Gesundheitssystem zusammengebrochen. Wegen der vielen Covid-19- Patienten fehlt den Kliniken der Millionenstadt Sauerstoff. Eine womöglich besonders ansteckende Virus-Mutation verschärft die Lage.

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Darum gehts

  • Am 9. Februar gab das BAG den ersten Fall der brasilianischen Variante in der Schweiz bekannt.

  • Jetzt weiss man: Die Mutation wurde bei einer Person entdeckt, die in einem Spital im Kanton Zürich behandelt wird.

  • Wo sich die Person angesteckt hat, ist noch unklar.

Bei einer Person wurde kürzlich die Coronavirus-Variante aus Brasilien nachgewiesen. Dies gab die Leiterin der Sektion Infektionskontrolle, Virginie Masserey, am Dienstag an einer Medienkonferenz an. Es ist bis anhin der einzige bekannte Fall in der Schweiz. Jetzt steht fest, wo die gefährliche Mutation erstmals auftrat: In einem Spital im Kanton Zürich. Das berichtet am Mittwoch der «Tages-Anzeiger». (Bezahl-Artikel)

Die infizierte Person befand sich bereits in Isolation in einer Covid-Station. Sie gehöre altersmässig einer Risikogruppe an und habe an weiteren Vorerkrankungen gelitten, wie die Zürcher Gesundheitsdirektion auf Anfrage bekannt gab.

Die Probe stammt vom 27. Januar 2021. Wo sich die Person angesteckt hat, ist bisher noch unklar. Bekannt ist jedoch, dass es «in ihrem Umfeld Reiseaktivitäten mit Brasilien» gab, schreibt die Medienstelle der Gesundheitsdirektion.

Bei der Behandlung und beim Contact-Tracing ändert sich nichts

Die am neu mutierten Virus erkrankte Person wird derzeit genauso behandelt, wie andere Fälle. «Der eigentliche Krankheitsverlauf ist in der Regel ähnlich zum konventionellen Virus, aus Fachkreisen sind uns keine schlimmeren Verläufe bekannt», schreibt die Gesundheitsdirektion weiter. Der Kanton Zürich werde darum auch keine neuen Massnahmen einführen. Für das Contact-Tracing im Kanton habe der Fall ebenfalls keine Auswirkungen.

Die neue Virus-Variante aus Brasilien wurde erstmals in der brasilianischen Stadt Manaus im Amazonas-Gebiet festgestellt. Die brasilianische Gesundheitsbehörde geht aber davon aus, dass sie ansteckender ist, als das ursprüngliche Virus – wie es mit grosser Wahrscheinlichkeit auch bei den Varianten aus Grossbritannien und Südafrika der Fall ist.

Auch Martin Ackermann, Präsident der Covid-Taskforce, sagt, diese Mutation sei ansteckender, weil sich Menschen, die bereits durch das ursprüngliche Virus infiziert waren, nochmals infizieren könnten.

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Hier findest du Hilfe:

BAG-Infoline Coronavirus, Tel. 058 463 00 00

BAG-Infoline Covid-19-Impfung, Tel. 058 377 88 92

Dureschnufe.ch, Plattform für psychische Gesundheit rund um Corona

Branchenhilfe.ch, Ratgeber für betroffene Wirtschaftszweige

Pro Juventute, Tel. 147

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