Kokainschmuggel: Brasilianischer «Pablo Escobar» in Ungarn festgenommen
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KokainschmuggelBrasilianischer «Pablo Escobar» in Ungarn festgenommen

Nach mehr als einem Jahr auf der Flucht hat die ungarische Polizei Sergio Roberto de Carvalho verhaftet. Die Organisation des Ex-Polizisten soll tonnenweise Kokain nach Europa geschmuggelt haben.

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Der brasilianische Drogenboss Sergio Roberto de Carvalho wurde in Ungarn festgenommen.

Der brasilianische Drogenboss Sergio Roberto de Carvalho wurde in Ungarn festgenommen.

Twitter/VictorM03875972
Zuvor war er über ein Jahr auf der Flucht und lebte unter falschem Namen in Europa.

Zuvor war er über ein Jahr auf der Flucht und lebte unter falschem Namen in Europa.

La voz de Galicia
Die Organisation von Carvalho soll im grossen Stil Kokain von Brasilien nach Europa exportiert haben.

Die Organisation von Carvalho soll im grossen Stil Kokain von Brasilien nach Europa exportiert haben.

AFP

Darum gehts

Ein als «Pablo Escobar von Brasilien» bekannter mutmasslicher Drogenhändler ist nach mehr als einem Jahr auf der Flucht am Dienstag in Ungarn festgenommen worden. Wie die brasilianische Bundespolizei erklärte, wurde Sergio Roberto de Carvalho in Zusammenarbeit mit Interpol und der ungarischen Polizei festgenommen. In ihrer Erklärung beschrieb die Behörde ihn als «einen der grössten internationalen Drogenhändler der Gegenwart».

Tod vorgetäuscht

Brasilianische Medien haben Carvalho in Anlehnung an den berühmten kolumbianischen Drogenboss den Spitznamen Pablo Escobar von Brasilien gegeben. Ihren Berichten zufolge ist er ein ehemaliger Polizist, der lange unter falscher Identität in Europa lebte.

Der Sender TV Globo berichtete im vergangenen Jahr, dass Carvalho in Spanien zeitweise wegen angeblichen Drogenhandels festgenommen worden sei. 2020 wurde er demnach auf Kaution freigelassen, gab vor, an Corona gestorben zu sein – und verschwand komplett von der Bildfläche.

93 Millionen Franken beschlagnahmt

Nach Polizeiangaben wurden bei der kriminellen Organisation, die Carvalho angeführt haben soll, mehr als 500 Millionen Reales (93 Millionen Euro) beschlagnahmt. Die Organisation soll tonnenweise Kokain über Brasilien nach Europa geschmuggelt haben. 

Hast du oder hat jemand, den du kennst, ein Problem mit illegalen Drogen?

Hier findest du Hilfe:

Sucht Schweiz, Tel. 0800 104 104

Safezone.ch, anonyme Onlineberatung bei Suchtfragen

Feel-ok, Informationen für Jugendliche

Infodrog, Information und Substanzwarnungen

(AFP/bho)

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