15.10.2020 23:44

Korruption in der Regierung BolsonarosBrasilianischer Senator versteckt Geld zwischen seinen Po-Backen

Bei einer Razzia fand die brasilianische Polizei 30’000 Reais beim Senator Chico Rodrigues. Die Durchsuchung wurde offenbar sehr sorgfältig durchgeführt, denn der Politiker hatte das Geld in seiner Unterhose versteckt.

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Der brasilianische Senator Chico Rodrigues wurde bei einer Durchsuchung seines Hauses mit Geld erwischt – zwischen seinen Po-Backen.


Der brasilianische Senator Chico Rodrigues wurde bei einer Durchsuchung seines Hauses mit Geld erwischt – zwischen seinen Po-Backen.

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Rodrigues gilt als Verbündeter von Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro.

Rodrigues gilt als Verbündeter von Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro.

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Am 15. Oktober wurde Rodrigues (rechts) seines Amtes enthoben.

Am 15. Oktober wurde Rodrigues (rechts) seines Amtes enthoben.

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Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro hat einen Verbündeten im Senat seines Amtes enthoben – laut brasilianischen Medienberichten nach dem Fund von mutmasslich veruntreutem Geld in dessen Unterwäsche Wie die brasilianische Zeitschrift «Crusoé» berichtet, sei ein Teil des Geldes «zwischen den Pobacken» des Senators Francisco Rodrigues alias Chico Rodrigues versteckt gewesen.

Die Entlassung geht aus einer Veröffentlichung im Amtsblatt der Regierung vom Donnerstag hervor, wonach Rodrigues selbst darum gebeten habe.

Eine offenbar sehr sorgfältige Durchsuchung der Polizei

Die Bundespolizei PF hatte bei Rodrigues, Senator für den Bundesstaat Roraima und stellvertretender Vorsitzender der Regierungsfraktion im Senat, am Mittwoch einen Durchsuchungs- und Beschlagnahmungsbefehl ausgeführt. Bei der Operation der PF ging es um öffentliche Gelder, die für den Gesundheitssektor gegen das Coronavirus bestimmt waren und abgezweigt worden sein sollen.

Der Zeitschrift «Crusoé» zufolge versuchte Rodrigues rund 30’000 Reais, umgerechnet etwa 4500 Euro, Bargeld zu verstecken – einen Teil davon in seiner Unterhose. Die renommierte Zeitung «Folha de S. Paulo» bestätigte den Bericht.

«Ich habe ein anständiges Leben»

In einer Erklärung in sozialen Netzwerken schrieb Rodrigues, er glaube an «die menschliche und göttliche Gerechtigkeit». Die Ermittler seien in sein Haus eingedrungen, wo er doch nur seine Arbeit gemacht habe. «Ich habe eine saubere Vergangenheit und ein anständiges Leben. Ich war nie in irgendwelche Skandale verwickelt.»

In der vergangenen Woche hatte Präsident Bolsonaro, der im Wahlkampf 2018 als Kämpfer gegen die Korruption angetreten war, gesagt, die Ermittlungen zum grössten Korruptionsskandal Lateinamerikas, «Lava Jato» (Autowäscherei) hätten in seiner Regierung ihre Bedeutung verloren, weil es keine Fälle von Korruption gebe.

(SDA)

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