Aktualisiert 25.06.2009 22:39

Confed CupBrasilien dank Traumtor im Final

Joker Dani Alves hat den Topfavoriten Brasilien mit einem Traumtor ins Finale des Confederations Cups geschossen.

Der Rechtsverteidiger vom Champions-League-Sieger FC Barcelona verwandelte gegen den couragiert auftrumpfenden WM-Gastgeber Südafrika in der 88. Minute einen Freistoss von der Strafraumgrenze zum insgesamt schmeichelhaften 1:0 (0:0)-Erfolg. Erst sechs Minuten zuvor war Alves eingewechselt worden. Der Rekord-Weltmeister und Titelverteidiger Brasilien darf damit am Sonntag im Final gegen die USA in Johannesburg vom dritten Confed-Cup-Titel nach 1997 und 2005 träumen.

Vor rund 48 000 Zuschauern im Ellis Park in Johannesburg war die Selecao von einer Gala-Vorstellung wie noch beim 3:0 gegen Weltmeister Italien aber meilenweit entfernt. Wer von einer einseitigen Angelegenheit zugunsten der Brasilianer ausgegangen war, sah sich getäuscht. Die Gastgeber boten mit einem leidenschaftlichen Auftritt den Brasilianern überraschend Paroli und weckten damit ein Jahr vor WM-Beginn grosse Hoffnungen im eigenen Land.

Denn bei widrigen Verhältnissen - im 1750 Meter hoch gelegenen Johannesburg lagen die Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt - präsentierten sich «Bafana Bafana» in der Defensive gut organisiert und suchten mit viel Herz und grossem läuferischen Aufwand selbst ihr Glück in der Offensive. So war das magische Trio Kaká, Robinho und Luis Fabiano lange Zeit abgemeldet.

Vielmehr hatten die Südafrikaner über weite Strecken mehr vom Spiel und auch die besseren Chancen. So hatte Kapitän Aaron Makoena in der 21. Minute sogar die grosse Chance zur Führung, als er freistehend einen Kopfball aus kurzer Entfernung über das Tor setzte. Der brasilianische Kapitän Lucio vom deutschen Rekordmeister Bayern München hatte bei der Aktion nicht aufgepasst.

Im zweiten Durchgang konnten sich die Brasilianer bei Schlussmann Julio Cesar bedanken, der einen von Luisao abgefälschten Schuss des Südafrikaners Teko Modise gerade noch um den Pfosten lenkte (58.). Der Torhüter von Inter Mailand war auch im ersten Durchgang bei einem Freistoss von Siphiwe Tshabalala auf dem Posten.

(si)

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