Wegen Lecks: Brasilien dreht Transocean den Hahn zu
Aktualisiert

Wegen LecksBrasilien dreht Transocean den Hahn zu

Diese Massnahme schmerzt den Öl-Gigant Transocean: Brasilien hat den Stopp des Betriebs im ganzen Land beschlossen. Grund sind zwei verheerende Lecks auf Plattformen der Firma.

Zu viele Pannen: Die Plattformen von Transocean in Brasilien müssen den Betrieb einstellen.

Zu viele Pannen: Die Plattformen von Transocean in Brasilien müssen den Betrieb einstellen.

Das Ölbohrunternehmen Transocean muss seine Aktivitäten in Brasilien innerhalb von 30 Tagen einstellen. Wie der Konzern am Donnerstagabend mitteilte, wurde ihm vom Bundesgericht in Rio de Janeiro heute eine diesbezügliche vorläufige Verfügung zugestellt.

Man werde mit allen Mitteln versuchen, dass diese Verfügung wieder aufgehoben wird und werde an den obersten Gerichtshof gelangen, erklärte der Konzern. Sollte die Verfügung aber nicht aufgehoben werden, müsse Transocean ihr Folge zu leisten.

Transocean hat laut Mitteilung in Brasilien zehn Bohrplattformen unter Vertrag, wovon neun im Einsatz seien. Im ersten Halbjahr machten die Umsätze in Brasilien rund 11% der Gesamteinnahmen aus.

«Es sprudelte Öl heraus»

3000 Fässer Öl im Meer

Hintergrund der Verfügung sind zwei Vorfälle von Ende des letzten Jahres und von diesem Frühling. Es war dabei Transocean und der Erdölgesellschaft Chevron lange nicht gelungen, ein Leck bei einer Ölbohrplattform vor Brasiliens Südostküste zu stopfen und den Austritt einer grösseren Menge Öl zu verhindern.

Bohrinsel gesunken - Ölteppich bleibt

Die ausgeflossene Menge entsprach in etwa 3000 Fässern Öl. Ähnliches geschah im vergangenen März, dieser Vorfall war allerdings von geringerer Tragweite.

Golf von Mexiko:«Aus den Augen, aus dem Sinn»

Chevron hatte nach dem Vorfall im März von sich aus beschlossen, die Förderaktivitäten einzustellen, bis ein neues geologisches Gutachten über den Meeresgrund vor Brasiliens Küste erstellt ist. (sda)

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