02.10.2017 14:28

Wirtschaftskrise

Brasilien verscherbelt seine Strände

Postkarten-Strände, unberührte Wälder und Hunderte einsamer Inseln: Brasilien will den Tourismus durch Privatisierung ankurbeln.

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sei
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Die brasilianische Inselgruppe Fernando de Noronha lädt mit Traumstränden und einer wunderschönen Natur ein.

Die brasilianische Inselgruppe Fernando de Noronha lädt mit Traumstränden und einer wunderschönen Natur ein.

Leonardo Farias
Hotels und Gasthäuser sind zahlreich. Billig ist jedoch keine Unterkunft. Wer ganz tief in die Tasche greifen will, dem sei die luxuriöse Pou­sa­da Maravilha empfohlen. Als Gast geniesst man dort einen Postkarten-Ausblick auf die Praia do ­Sueste, Caipirinha am Swimmingpool und Massagen im hauseigenen Spa.

Hotels und Gasthäuser sind zahlreich. Billig ist jedoch keine Unterkunft. Wer ganz tief in die Tasche greifen will, dem sei die luxuriöse Pou­sa­da Maravilha empfohlen. Als Gast geniesst man dort einen Postkarten-Ausblick auf die Praia do ­Sueste, Caipirinha am Swimmingpool und Massagen im hauseigenen Spa.

zvg
Das kleine, einfache Restaurant Toca da ­Tapioca e Açaí bietet zwei von Brasiliens leckersten Spezialitäten: Tapioca-Crèpes aus Maniokmehl mit Füllung nach Wunsch. Dazu gibt es frisches Açaí, eine Art Glace aus der gleichnamigen Beere. Das alles superlecker und günstig.

Das kleine, einfache Restaurant Toca da ­Tapioca e Açaí bietet zwei von Brasiliens leckersten Spezialitäten: Tapioca-Crèpes aus Maniokmehl mit Füllung nach Wunsch. Dazu gibt es frisches Açaí, eine Art Glace aus der gleichnamigen Beere. Das alles superlecker und günstig.

zvg

Brasilien will mit weitreichenden Privatisierungen unberührter Landstriche und Naturschönheiten seinen Tourismus ankurbeln. Wie das Tourismusministerium am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP bestätigte, soll ein Privatisierungsplan Investoren anlocken.

«Brasilien hat Hunderte Orte, die zum nationalen Erbe zählen, nicht besiedelt sind und ein enormes touristisches Potenzial haben», erklärte Minister Marx Beltrão. Ziel sei es, diese Orte in Touristengebiete umzuwandeln und privaten Investoren Konzessionen zu erteilen: für mögliche Bars, Restaurants und Hotels, Einkaufszentren sowie Badeorte.

6,8 Millionen Touristen im letzten Jahr

So könne auch der Staat mitverdienen an den Gebieten, die bislang «praktisch nur Landschaft» seien, erklärte Beltrão. Brasilien, das zwei Jahre Rezession hinter sich hat, liegt als Reiseziel in Lateinamerika zwar hinter Mexiko auf Rang zwei, weltweit nimmt es aber nur Platz 27 ein.

Im vergangenen Jahren kamen 6,8 Millionen Touristen, nach Mexiko reisten dagegen 35 Millionen. Das Ministerium hofft, binnen fünf Jahren doppelt so viele Touristen ins Land zu locken. (sei/afp)

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