Möglicher Darmverschluss – Brasiliens Präsident Bolsonaro muss wieder ins Spital eingeliefert werden
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Möglicher DarmverschlussBrasiliens Präsident Bolsonaro muss wieder ins Spital eingeliefert werden

Bolsonaro hat  am Montag über Unwohlsein geklagt. Der brasilianische Präsident ist daraufhin in ein Spital eingeliefert worden. Seit einer Messerattacke auf ihn ist Bolsonaro bereits mehrfach in Spitälern behandelt worden.

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Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro hat am Montag nach dem Mittagessen über Unwohlsein geklagt.

Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro hat am Montag nach dem Mittagessen über Unwohlsein geklagt.

AFP
Der 67-Jährige ist daraufhin in ein Militärspital eingeliefert worden.

Der 67-Jährige ist daraufhin in ein Militärspital eingeliefert worden.

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Seit eines Messerangriffs 2018 ist der rechtspopulistische Staatschef bereits mehrmals in Spitälern behandelt worden.

Seit eines Messerangriffs 2018 ist der rechtspopulistische Staatschef bereits mehrmals in Spitälern behandelt worden.

AFP

Darum gehts

Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro ist nach Angaben einer seiner Minister zu medizinischen Untersuchungen in ein Militärspital in Brasília gebracht worden. Hintergrund sei ein möglicher Darmverschluss, sagte der Minister für institutionelle Sicherheit, Augusto Heleno, am Montagabend (Ortszeit) der Nachrichtenagentur AP.

Seit der 67-Jährige bei einem Wahlkampfauftritt vor der Präsidentenwahl 2018 angegriffen und mit Messerstichen im Unterleib verletzt wurde, wurde er bereits mehrfach in Spitälern behandelt. Seit seinem Amtsantritt 2019 wurde er sieben Mal operiert. Medienberichten zufolge fühlte sich der Präsident am Montag seit dem Mittagessen unwohl.

Chef des staatlichen Ölkonzerns gefeuert

Bolsonaro hat zudem am Montag den Chef des staatlichen Ölkonzerns Petrobras entlassen. Das Energieministerium bestätigte am Montagabend, dass der Ökonom Adriano Pires auf den abgesetzten Joaquim Silva e Luna als Chef des grössten staatlichen Ölkonzerns Lateinamerikas folgen soll. Die Ernennung müsse aber noch Mitte April vom Verwaltungsrat des Unternehmens bestätigt werden. Pires ist der Gründer einer auf Energie spezialisierten Beratungsfirma. Zuvor hatte er die brasilianische Agentur für Erdöl, Erdgas und Biokraftstoffe geleitet.

Der ehemalige Verteidigungsminister Silva e Luna stand in der Kritik, weil er die Treibstoffpreise zuletzt stark erhöht hatte. Er war im Februar 2021 auf den Ökonomen Roberto Castello Branco gefolgt, der ebenfalls nach Preiserhöhungen von Bolsonaro entlassen worden war.

Bolsonaro steht unter Druck

Petrobras hatte Anfang März die Preise für Benzin um rund 19 und für Diesel um knapp 25 Prozent erhöht, nachdem die Weltmarktpreise wegen des Kriegs in der Ukraine explodiert waren. Bolsonaro hatte dies scharf kritisiert. Der rechtspopulistische Staatschef steht wegen der hohen Inflation sieben Monate vor den Wahlen in Brasilien unter Druck.

Petrobras beendete das Jahr 2021 mit einem Rekord-Nettogewinn von fast 20 Milliarden Dollar (rund 18,7 Milliarden Franken). 

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(AFP/job)

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