Rassismus-Vorwürfe: Brasserie Lorraine bedient SVP-Nationalräte nicht

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Rassismus-VorwürfeBrasserie Lorraine bedient SVP-Nationalräte nicht

Vier SVP-Nationalräte wollten in der Brasserie Lorraine ein Feierabendbier trinken und mit den Betreibenden das Gespräch suchen. Sie kriegten jedoch weder Bier noch Gespräch.

von
Zoé Stoller
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Die vier SVP-Politiker Erich Hess, Thomas Aeschi, Mike Egger und Thomas Matter warteten in der Brasserie Lorraine vergeblich auf ihr Feierabendbier.

Die vier SVP-Politiker Erich Hess, Thomas Aeschi, Mike Egger und Thomas Matter warteten in der Brasserie Lorraine vergeblich auf ihr Feierabendbier.

Privat
Dass die Kellnerin die Männer nicht bediente, begründete sie mit den Worten: «Ihr seid Rassisten und Rassisten bediene ich nicht.»

Dass die Kellnerin die Männer nicht bediente, begründete sie mit den Worten: «Ihr seid Rassisten und Rassisten bediene ich nicht.»

20min/Matthias Spicher
Die Brasserie Lorraine hatte kürzlich bereits für Aufsehen gesorgt, als sie Armeeangehörige aus dem Lokal warfen.

Die Brasserie Lorraine hatte kürzlich bereits für Aufsehen gesorgt, als sie Armeeangehörige aus dem Lokal warfen.

20min/Matthias Spicher

Darum gehts

Die SVP-Nationalräte Erich Hess, Thomas Aeschi, Thomas Matter und Mike Egger setzten sich kurz vor Ende der Herbstsession in die Brasserie Lorraine, wo sie ihr Feierabendbier trinken wollten. Das Newsportal «Nau» berichtete zuerst über den Vorfall. Gegenüber 20 Minuten begründet Hess die Wahl des Lokals: «Uns interessierten die Hintergründe zu den bisherigen Geschehnissen in der Brasserie Lorraine. Wir wollten deshalb das Gespräch mit den Mitarbeitern suchen.»

Aeschi, Matter und Egger, die nicht aus dem Kanton Bern sind, «hat es Wunder genommen», was die Brasserie Lorraine für ein Lokal sei. Den Besuch in der Brasserie Lorraine wertet Hess nicht als Provokation.

«Ihr seid Rassisten und Rassisten bediene ich nicht»

Im Restaurant angekommen, hätten sie jedoch nicht aktiv das Gespräch gesucht. «Wir haben uns gesetzt und gewartet. Als niemand kam, um uns zu bedienen, fragten wir die Kellnerin, ob wir ein Bier haben könnten», so Hess. Diese habe geantwortet: «Nein, ihr seid Rassisten, und Rassisten bediene ich nicht.» Mit anderen Mitarbeitenden hätten die Männer nicht gesprochen.

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Als Matter die Kellnerin gefragt habe, wieso sie die Männer als rassistisch bezeichne, habe diese auf die von der SVP lancierte Burka-Initiative verwiesen. Nach dieser Aussage hätten die vier Nationalräte das Restaurant verlassen. 

Hess’ Schlussfolgerung nach dem Vorfall in der Brasserie ist: «Die Links-Grünen predigen zwar stets Toleranz, sind es jedoch letztendlich selbst nicht. Das haben wir jetzt an eigenem Leib erfahren», so der Berner.

Das Restaurant Brasserie Lorraine verzichtet gegenüber 20 Minuten auf eine Stellungnahme. Das Lokal steht seit Sommer in den Schlagzeilen. Damals hatte die «Brass» ein Reggae-Konzert abgebrochen, weil ein weisses Bandmitglied Rastas trug. Ende September machte 20 Minuten bekannt, dass Armeemitglieder in Uniform aus dem Lokal geworfen wurden.

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