Caroline Chevin: «Brauche einen Taschentuch-Sponsor»
Aktualisiert

Caroline Chevin«Brauche einen Taschentuch-Sponsor»

Mit «Back In The Days» feierte Caroline Chevin einen riesigen Radiohit. Auf ihrer neuen Platte zeigt sich die 38-jährige Luzernerin nachdenklicher.

von
Marlies Seifert

Caroline Chevin, vom Retro-Pop ihrer letzten Platte ist auf «Hey World» nichts mehr zu hören. Weshalb?

Caroline Chevin: Die Themen sind schwerer und die Songs tiefgründiger, da hätte der verspielte Retro-Feel nicht mehr gepasst. Es war Zeit, einen Schritt weiterzugehen.

Haben Sie keine Angst, dass das Publikum schlecht auf den Wandel reagieren könnte?

Klar habe ich mir diese Überlegung auch gemacht. Aber ich möchte nicht die nächsten 20 Jahre «Back In The Days» machen, auch wenn ich den Song in keiner Weise verheimlichen muss. Ausserdem ist ja auch kein Album entstanden, zu dem man sich aufschlitzen möchte.

Wie kam es zu dem neuen Sound?

Die Themen wurden an mich herangetragen. Mein Vater ist letztes Jahr gestorben und ich machte eine schwere Trennung durch. Das bringt einen zum Nachdenken. Mittlerweile habe ich auch den Mut, mit persönlichen Songs an die Öffentlichkeit zu treten.

Ist die Musik für Sie Therapie?

Oh ja. Ich habe bestimmt schon viel Geld gespart, weil ich statt zum Psychiater zu gehen, einen Song geschrieben habe (lacht).

Fliessen auch Tränen, wenn Sie etwa «Time To Let Go», einen Song über den Tod Ihres Vaters schreiben?

Auf alle Fälle. Es fliessen auch in den Proben Tränen. Vielleicht sollte ich mir meine Tournee von einem Taschentuchhersteller sponsern lassen (lacht).

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